Berufliche Bildung

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Entwicklungsländer brauchen Unterstützung bei der beruflichen Bildung. Denn nur ein Land mit gut qualifizierten Arbeitskräften ist wettbewerbsfähig.

 
Berufliche Bildung ist ein Grundpfeiler für eine nachhaltige und zukunftsfähige wirtschaftliche Entwicklung. Sie leistet einen Beitrag zur Erreichung aller 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) und fördert damit eine ökonomisch, sozial und ökologisch nachhaltige Lebensweise. Insbesondere die SDGs 4, 5 und 8 machen die Bedeutung von beruflicher Bildung und Beschäftigung für nachhaltige Entwicklung deutlich: SDG 4 fordert inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung und die Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle. Dabei sollen insbesondere der Zugang zu fachlicher und beruflicher Bildung und die Beschäftigungsfähigkeit von Jugendlichen und Erwachsenen besser gefördert werden. SDG 5 bezieht sich auf den gleichberechtigten Zugang der Geschlechter zu Bildung. SDG 8 enthält die konkrete Vorgabe, bis 2020 den Anteil junger Menschen, die sich weder in Beschäftigung noch in einer Schul- oder Berufsausbildung befinden, erheblich zu verringern.

Gut ausgebildete Menschen haben bessere Chancen, menschenwürdige Beschäftigung zu finden und ihren Lebensunterhalt zu sichern. Die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften verstärkt die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes oder einer Region als Wirtschafts- und Investitionsstandort. Berufliche Bildung trägt aber auch zur persönlichen Entwicklung von Menschen bei. Sie schafft Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und ist Grundlage für eine selbstbewusste und aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. So fördert sie den sozialen Zusammenhalt in einer Gesellschaft. Um ihre positive Wirkung entfalten zu können, muss berufliche Bildung an die Anforderungen der Gesellschaft und des Arbeitsmarktes angepasst sein und gemäß dem Leitmotiv der Agenda 2030 „Niemanden zurücklassen“ gleichberechtigten Zugang für alle Menschen ermöglichen.

In Übereinstimmung mit den Zielen der Bundesregierung unterstützt die GIZ ihre Partnerländer im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) dabei, Strategien und Politiken für berufliche Bildung zu entwickeln und umzusetzen. Dabei orientiert sich die GIZ an den Bedürfnissen des Arbeitsmarkts und der Gesellschaft. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die enge Zusammenarbeit von Staat, Zivilgesellschaft und (verfasster) Wirtschaft. Eine hochwertige, praxisorientierte Berufsbildung ist zudem nur mit gut ausgebildetem Lehr- und Ausbildungspersonal zu gewährleisten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der gleichberechtigen Beteiligung von Mädchen und Frauen.