Universal Health Coverage

© GIZ/Dirk Ostermeier

Jeder sollte Gesundheitsfürsorge in Anspruch nehmen können. Das Konzept der Universal Health Coverage (UHC) bietet dafür eine umfassende Lösung.

 
Universal Health Coverage (UHC) bedeutet, dass alle Menschen Gesundheitsdienste in Anspruch nehmen können - in angemessener Qualität und ohne das Risiko, durch die Kosten zu verarmen. UHC wurde als Nachhaltigkeitsziel in die Agenda 2030 der Vereinten Nationen aufgenommen und genießt damit weltweite Anerkennung.

Das UHC-Konzept umfasst drei Dimensionen der Absicherung:

  1. Bevölkerung: Niemand darf von Gesundheitsleistungen ausgeschlossen werden. Die GIZ orientiert sich bei ihrer Arbeit für universellen Zugang an den Menschenrechten und wendet sich gegen Diskriminierung. Menschen müssen ein Mitspracherecht bei Entscheidungen haben und die Gesundheitssysteme mitgestalten können.
  2. Dienstleistungen: Die GIZ unterstützt Ansätze, die die Gesundheit fördern, setzt sich für Prävention, Behandlung und Rehabilitation ein. Die Voraussetzung hierfür ist ein nachhaltiges und stabiles Gesundheitssystem, das die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellt. Privat erbrachte Leistungen und dezentrale Verwaltungen müssen mit nationalen Strategien und Politikansätzen in Einklang gebracht werden.
  3. Kosten: Die finanzielle Absicherung im Krankheitsfall folgt den Prinzipien von Solidarität und Gerechtigkeit. Dazu braucht man Finanzierungssysteme mit Risikoausgleich für alle Bevölkerungsgruppen.

Obwohl UHC als Konzept weitreichende Unterstützung findet, ist der Weg zu einer Gesundheitsfürsorge für Alle komplex und mitunter umstritten. Die Herausforderung besteht darin, die Werte und Interessen verschiedener Gruppen und Entscheider in Einklang zu bringen. Technische Unterstützung allein reicht deshalb nicht aus, um Reformen zu erreichen. Letztlich ist UHC eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und erfordert politische Lösungen, die weit über den Gesundheitssektor hinausgehen.

Das Ziel, jedem Menschen den Zugang zu Gesundheitsdiensten zu ermöglichen, wird nur erreicht, wenn die Vertreter unterschiedlichster Interessen und Sektoren zusammenarbeiten. Jeder muss sich an diesem Dialog beteiligen können. Dafür setzt sich die GIZ in ihren Partnerländern, aber auch regional und global ein.

Seit 2002 unterstützt die GIZ Partnerländer bei der Nutzung von Mitteln des globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria.