Hochschule und Wissenschaft

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Hochschulen und Wissenschaft sind zentral für die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele, denn sie haben Einfluss auf alle gesellschaftlichen Bereiche.

 
Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen sind Triebfedern für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung: Sie bilden Fach- und Führungskräfte aus, die dank hoher Qualifikation Unternehmen produktiver und innovativer machen. Dabei gilt: Je näher die Hochschulbildung an der Praxis und am Arbeitsmarkt ist, desto besser sind die Beschäftigungsaussichten von Absolventinnen und Absolventen.

Hochschulen und Wissenschaft leisten durch Technologietransfer und Innovationen einen wesentlichen Beitrag zur Lösung globaler und lokaler Zukunftsfragen. Sie haben Einfluss auf eine gute Regierungsführung, fördern gesellschaftlichen Wandel und Vielfalt, kritisches Denken sowie Meinungsfreiheit. Angewandte Forschung adressiert Schlüsselthemen der Entwicklung, unterstützt Reformen und ermöglicht eine fundierte Politikberatung.

Mit dieser gesellschaftlichen Rolle tragen Universitäten und Wissenschaftseinrichtungen entscheidend zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) bei. SDG 4 fordert eine chancengerechte und qualitativ hochwertige Hochschulbildung.

Hochschulen leisten aber auch einen wichtigen Beitrag zu einem nachhaltigen und inklusiven Wirtschaftswachstum und zur Förderung von Unternehmertum. Sie unterstützen die gesellschaftliche Entwicklung und die unternehmerische Verantwortung für menschenwürdige Arbeit (SDG 8). Zentral sind Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen für das Erreichen von SDG 17, das globale Partnerschaften fordert, damit die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen sind. Durch diese Partnerschaften sollen Schwellen- und Entwicklungsländer Zugang zu Technologie und Wissenschaft erhalten. Das Erfolgsrezept liegt in gemeinsamem Generieren und Teilen von Wissen.

Erfolg und Wirkungskraft von Hochschulen sind abhängig von vielen Faktoren: den gesellschaftlichen, politischen und regionalen Rahmenbedingungen, der Qualität von Forschung, Lehre und Hochschulmanagement sowie der internationalen Vernetzung und Kooperation mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Hochschulen spielen nicht zuletzt im Kontext von Flucht und Migration eine wichtige Rolle. Der Zugang zu Hochschulbildung bietet jungen Geflüchteten eine Zukunftsperspektive und unterstützt ihre soziale Integration. Diese Chance auf Erfolg und Integration fördert die Stabilität der Gesellschaft insgesamt.

Die GIZ stärkt in ihren Projekten die institutionelle Entwicklung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Sie unterstützt die Relevanz, die Qualität und den Praxisbezug von Studienprogrammen. Darüber hinaus fördert sie internationale Kontakte und die Beteiligung der Hochschulen an Wissensnetzwerken mit der Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Im Fokus steht besonders die Praxisnähe der Hochschulbildung, denn sie ist die Voraussetzung dafür, dass der Bedarf an Fach- und Führungskräften gedeckt werden kann. Damit schaffen praxisnahe Hochschulbildung und anwendungsorientierte Forschung die Voraussetzungen für nachhaltige Reformen in vielen Bereichen von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Somit sind Hochschulbildung und Forschung sowohl Ziel auch als Instrument für eine nachhaltige Entwicklung.