Frieden und Konfliktbearbeitung

© GIZ/Michael Tsegaye

Nur wo Frieden herrscht, hat nachhaltige Entwicklung eine Chance. Die GIZ engagiert sich für die Beilegung von Konflikten und für Versöhnung.

 
In zwei Dritteln der Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit herrschen Konflikte oder Krieg, und die Regierungen werden ihren Aufgaben nicht gerecht.

Konflikte entstehen aus wirtschaftlichen, sozialen oder politischen Gründen. Oft sind die Ursachen miteinander verknüpft. Krisen und gewalttätig ausgetragene Konflikte können innerhalb kurzer Zeit die Ergebnisse langjähriger Entwicklung vernichten. Sie verletzten Menschen physisch und psychisch, rauben ihnen die Existenzgrundlage, schwächen Staat und Gesellschaft.

Die GIZ verfolgt das Ziel, Ursachen von Konflikten zu bearbeiten und ein friedliches Miteinander zu ermöglichen. Gemeinsam mit Partnerregierungen und -institutionen entwickelt sie Strategien der Krisen- und Gewaltprävention. Dabei ist sie dem Prinzip der Allparteilichkeit verpflichtet und orientiert sich an dem konfliktsensiblen Ansatz „Do no harm“. Die Menschenrechte und Chancengerechtigkeit sind die Grundlagen ihrer Arbeit.  

Hier setzt die GIZ an:

Die Ursachen für Konflikte überwinden

Die GIZ vermittelt Menschen und Institutionen in ihren Partnerländern, wie man Konfliktursachen beseitigt und gewaltfrei zu Konfliktlösungen kommt. Jede Beratung der GIZ ist auf die spezifischen Bedingungen vor Ort zugeschnitten. Das Ziel ist, Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine friedliche, inklusive und nachhaltige Entwicklung möglich machen. Die GIZ setzt sich dafür ein, dass sowohl staatliche als auch zivilgesellschaftliche Kapazitäten aufgebaut werden, die bei der gewaltfreien Konfliktlösung unterstützen. Durch Friedenspädagogik fördert die GIZ eine Zukunft ohne Gewalt: Junge Leute lernen in Schulen, Hochschulen und Jugendeinrichtungen, wie man Auseinandersetzungen friedlich beilegt.

Vertrauen stärken

Krieg und Gewalt erschüttern das Vertrauen in den Staat und können Gesellschaften zerstören. Es ist eine große Herausforderung, nach dem Ende der Gewalt wieder tragfähige Beziehungen zwischen Zivilgesellschaft und Staat herzustellen und den sozialen Zusammenhalt zu erneuern.

Die GIZ fördert den konstruktiven Dialog zwischen Staat und Zivilgesellschaft und zwischen Konfliktparteien. Sie unterstützt lokale Vermittler, die sich beispielsweise durch Mediation für die Überwindung von Konflikten einsetzen. So soll auf lokaler Ebene der politische und soziale Zusammenhalt gestärkt werden. Langfristig haben Versöhnung und Gerechtigkeit nur eine Chance, wenn die Vergangenheit aufgearbeitet wird. Deshalb unterstützt die GIZ Initiativen und Projekte, die sich mit den Gewalterfahrungen der Vergangenheit auseinandersetzen und daraus Lehren für die Zukunft ziehen.

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