Das friedliche Zusammenleben von Flüchtlingen und Aufnahmegemeinschaften unterstützen

Ziviler Friedensdienst / Sonderinitiative Geflüchtete/Aufnahmeländer (SIGA): Psychosoziale Betreuung von Flüchtlingen, Verbesserung der Beziehung zwischen lokaler Bevölkerung und Flüchtlingen, Maßnahmen zur Friedenserziehung

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  • Auftraggeber

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Land
  • Gesamtlaufzeit

    2014 bis 2026

  • Produkte und Fachexpertise

    Sicherheit, Frieden, Wiederaufbau

RWA_Steckbrief SIF Aktualisierung_2017

Ausgangssituation

Schwerste Menschenrechtsverletzungen durch unzählige Milizen und die regulären Streitkräfte im Ostkongo sowie die Wahlkrise in Burundi im Jahr 2015 haben Tausende Bewohner*innen dieser Länder dazu veranlasst, in Ruanda Zuflucht zu suchen.

Nun leben Flüchtlinge und Ruander*innen eng zusammen und teilen sich oft dieselbe Infrastruktur und die wenigen Ressourcen. Auf beiden Seiten herrschen dabei Vorurteile und Misstrauen aufgrund von Ungleichheit und Ungleichbehandlung. Diese Herausforderungen und die psychischen Belastungen der Flüchtlinge erzeugen in der Folge Konflikte und Gewalt – sowohl innerhalb der Flüchtlingslager als auch zwischen den Bewohner*innen der Flüchtlingslager und den aufnehmenden Gemeinden.

Ziel

Jugendliche aus Flüchtlingscamps und den umliegenden Aufnahmegemeinschaften überwinden Vorurteile und bearbeiten ihre Konflikte gewaltfrei.

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Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt Maßnahmen in den Flüchtlingslagern Mahama, Kigeme und Mugombwa des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) sowie in den umliegenden Aufnahmegemeinschaften.

Es fördert mit seinen Partnerorganisationen Vision Jeunesse Nouvelle (VJN), Ejo Youth Echo (EYE), Église Evangélique des Amis au Rwanda (EEAR) und dem Legal Aid Forum (LAF) eine Kultur des Friedens zwischen Flüchtlingen und aufnehmenden Gemeinden. Dabei setzt es kreative und interaktive Methoden ein – wie konfliktsensible Medienproduktion, Bildungskino, Forumtheater und Sport.

Das Vorhaben schult zudem lokale Dienstleister und arbeitet mit Repräsentant*innen, die Führungsfunktionen in den Lager- und Aufnahmegemeinschaften haben, zu gewaltfreier Konfliktbearbeitung.

Es unterstützt darüber hinaus Begleitmaßnahmen der Vereine Association Rwandaise de Conseillers en Traumatisme (ARCT Ruhuka) und Life Wounds Healing Association (LIWOHA), die die psychische Gesundheit und die Traumabewältigung der Menschen kräftigen. Beide Partner fördern dabei Sozialkompetenzen, Wissen zu psychischen Störungen, Interessenvertretung und Vernetzung.

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Stand: Mai 2023

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