Resilienzen von Zielgruppen stärken – ein Schlüssel für mehr Nachhaltigkeit

Die Weltbevölkerung steht vor großen planetarischen Herausforderungen, zu deren Bewältigung sie resilienter, anpassungs- und widerstandsfähiger werden muss. Die Internationalen Freiwilligenorganisationen machen "Resilienz" zum Thema der Bonner IVCO-Konferenz (9.-11.10.2016).

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In fragilen Kontexten nachhaltig zu arbeiten, bedeutet auch Resilienzen zu fördern – also die Anpassungsfähigkeit von Personen, Organisationen und Gesellschaften zu verbessern und deren Widerstandsfähigkeit gegen Störungen von außen zu erhöhen. Die internationale Staatengemeinschaft hat sich im vergangenen Jahr darauf verständigt, die Widerstandsfähigkeit von benachteiligten Gruppen durch ein verbessertes Risikomanagement von Naturkatastrophen und der Verringerung der Folgen des Klimawandels zu erhöhen. Diese Aufgaben können aber nur dann erfolgreich angegangen werden, wenn nationale Regierungen, nationale und internationale Organisationen, die Zivilgesellschaft, der Privatsektor und die von Naturkatastrophen und Klimawandel betroffenen Menschen zusammenarbeiten.

Das hat auch der UN World Humanitarian Summit 2016 bestätigt, der im Mai in Istanbul stattgefunden hat. Die GIZ trägt mit unterschiedlichen Programmen zum Gelingen bei. Beispielsweise setzt sie derzeit im Rahmen der BMZ-Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“ ein Programm für Ernährungssicherung und Resilienzstärkung in elf Ländern um. Im Rahmen des Projekts COSERAM (Conflict Sensitive Resource and Asset Management) haben Friedensfachkräfte des Zivilen Friedendienstes in der philippinischen Unruheprovinz Mindanao gemeinsam mit der verarmten Landbevölkerung Strategien erarbeitet, um Land- und Ressourcenkonflikte friedlich beiliegen zu können.

Entwicklungshelfer/innen und internationale Freiwillige leisten einen wichtigen Beitrag dabei, Resilienzen aufzubauen, um Entwicklungsziele nachhaltig abzusichern. Entwicklungshelfer/innen der GIZ unterstützen beispielsweise benachteiligte Gruppen dabei, sich auf Veränderungen vorzubereiten und Veränderungsprozesse aktiv mitzugestalten. Sie befähigen dadurch benachteiligte Gruppen Stresssituationen und massive Störungen besser vorherzusehen beziehungsweise besser verarbeiten zu können. Weil das Thema Resilienzen in Bezug auf die Agenda 2030 und dem Klimawandel in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen wird, widmet sich vom 9.-12.Oktober in Bonn die IVCO-Konferenz 2016 dem Thema „Resilienz in Entwicklung, Humanitärer Hilfe und Anpassung an den Klimawandel – Die Rolle von Freiwilligenarbeit in der Stärkung von fragilen Gemeinschaften“.

Die Konferenz bietet insbesondere den Fach- und Führungsverantwortlichen von internationalen Entwicklungs- und Freiwilligenorganisationen eine Plattform für den Austausch und die Reflexion ihrer Rolle bei der Stärkung von resilienten Strukturen. Die gemeinsam von GIZ und United Nations Volunteers (UNV) und dem International Forum for Volunteering in Development (Forum) ausgerichtete Konferenz sucht nach Antworten auf Fragen rund um die nachhaltige Wirkung von Freiwilligenarbeit in der internationalen Zusammenarbeit.