Wälder, Grasland, Moore, Seen und Flüsse, sowie Meere und Küsten sind weit mehr als nur Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Gesunde Ökosysteme versorgen uns mit Nahrung, sauberem Wasser, Rohstoffen und fruchtbaren Böden. Sie schützen uns vor Überschwemmungen und Bodenerosion und sind im Umgang mit dem Klimawandel Teil der Lösung – sie speichern Kohlenstoff, regulieren die Temperaturen und den Wasserkreislauf und helfen bei der Anpassung an den Klimawandel.
Natur unter Druck: Was der Verlust der Biodiversität für uns bedeutet
Weltweit stehen Biodiversität und Ökosysteme unter Druck. Lebensräume werden zerstört, die biologische Vielfalt schwindet – und mit ihr gehen wichtige Ökosystemleistungen verloren. Dies gefährdet Entwicklungsmöglichkeiten und Wohlstand in Deutschland und weltweit.
Haupttreiber des Biodiversitätsverlusts sind Veränderungen der Land- und Meeresnutzung und die Zerstörung natürlicher Lebensräume, die Übernutzung natürlicher Ressourcen, Umweltverschmutzung, Klimawandel und gebietsfremde invasive Arten. Ungünstige politische Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Anreize machen die kurzfristige Ausbeutung der natürlichen Ressourcen profitabler als deren langfristige Erhaltung und Wiederherstellung.
Die internationale Gemeinschaft steht daher vor der Herausforderung, sozial gerechte wirtschaftliche Entwicklung mit dem Schutz der Natur und dem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen in Einklang zu bringen.