Ausgangssituation
Der internationale Handel fördert Wirtschaftswachstum und Beschäftigung. In vielen Entwicklungsländern behindern jedoch komplexe Zollvorschriften und undurchsichtige Grenzverfahren die Handelsmöglichkeiten. Dies senkt den Anreiz für internationale Investitionen und erschwert es lokalen Unternehmen, international zu exportieren.
Ziel
In den Kooperationsländern ist der Handel durch innovative Maßnahmen zur Handelserleichterung schneller, sicherer, umweltfreundlicher und kostengünstiger.
Vorgehensweise
Als Partner in der „Globalen Allianz für Handelserleichterungen“ unterstützt das Vorhaben Entwicklungs- und am wenigsten entwickelte Länder dabei, Zollprozesse zu vereinfachen und zu digitalisieren. Öffentlich-private Partnerschaften sind dabei der Kern: Gemeinsam mit Unternehmen und öffentlichen Partnern baut das Vorhaben Bürokratie ab. Das spart Regierungen wie Unternehmen Zeit und Ressourcen und senkt den CO2-Ausstoß. Produkte kommen leichter und schneller bei den Verbraucher*innen an.
Dafür vernetzt das Vorhaben Zollbehörden, politische Partner sowie lokale und internationale Unternehmen und ersetzt papierbasierte, langwierige Prozesse durch digitale Lösungen. Anschließend schult es die Nutzenden im neuen System.
In Genf befähigt das Vorhaben Entwicklungsländer zudem, handelspolitische Diskussionen fundiert mitzugestalten - durch fachliche Informationsveranstaltungen und gemeinsame Austauschmöglichkeiten, meist in Kooperation mit Thinktanks.
Durch die Zusammenarbeit mit den Kooperationsländern unterstützt das Vorhaben dabei, das Übereinkommen der Welthandelsorganisation für Handelserleichterungen umzusetzen. Gleichzeitig trägt es zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen bei.
Die Europäische Union finanziert das Vorhaben vorrangig. Umgesetzt wird es in 12 Ländern: Bangladesch, Bosnien-Herzegowina, Kambodscha, Kamerun, Tschad, Kenia, Kirgisistan, Madagaskar, Mauretanien, Marokko, Nepal und Togo.
Stand: Juli 2026