01.07.2022

Jahresbilanz 2021: Nachfrage nach Leistungen der GIZ steigt weiter

Das Geschäftsvolumen wächst auf 3,7 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte davon wird in fragilen Kontexten umgesetzt.

Tanja Gönner, Vorstandssprecherin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, hat heute in Berlin die Jahresbilanz 2021 vorgestellt. Angesichts von Krisen und Konflikten, der Folgen der Coronapandemie und des voranschreitenden Klimawandels betonte Gönner auf der Jahrespressekonferenz des Bundesunternehmens: „Dies ist das Jahrzehnt des Handelns und der Kooperation. Die internationale Gemeinschaft kann die globalen Herausforderungen nur gemeinsam bewältigen.“ Das gelte für das Erreichen der Ziele der Agenda 2030 sowie des Pariser Klimaabkommens. Es gelte aber insbesondere für das Engagement in fragilen Ländern: „Dort, wo gesellschaftlicher Zusammenhalt besteht, wo Menschen durch Bildung und wirtschaftliche Teilhabe eine Perspektive haben, sind die Bedingungen stabiler und Länder sind resilienter gegenüber neuen Krisen“, sagte Gönner weiter.

Zwei Drittel der Einsatzländer der GIZ sind von Krisen, Gewalt und Konflikten gezeichnet, rund 60 Prozent des Gesamtauftragsvolumens setzt das Unternehmen in fragilen Kontexten wie etwa aktuell in der Ukraine um. Jochen Flasbarth, GIZ-Aufsichtsratsvorsitzender und Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), betonte: „Coronapandemie, Klimawandel, Ernährungskrisen und jetzt noch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine mit seinen globalen Auswirkungen – das alles sind gewaltige Herausforderungen insbesondere für Entwicklungsländer. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten brauchen wir deshalb eine starke Entwicklungszusammenarbeit. Die GIZ ist dabei ein leistungsfähiger und international anerkannter Umsetzer in unseren Partnerländern – und dies auch in fragilen Kontexten.”

Geschäftsvolumen und Mitarbeitendenzahlen auf Höchstniveau

Die Bilanz für das Jahr 2021 spiegelt die wachsende Bedeutung internationaler Zusammenarbeit wider: Mit rund 3,7 Milliarden Euro stieg das Geschäftsvolumen der GIZ um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr und führt damit den kontinuierlichen Anstieg aus den vergangenen Jahren fort. Hauptauftraggeber der GIZ ist das Bundesentwicklungsministerium, gefolgt von der Europäischen Union.

Die wachsende Nachfrage nach den Leistungen der GIZ schlägt sich auch in einer größeren Mitarbeiterschaft nieder: Knapp 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 155 Nationen arbeiteten im Jahr 2021 für das Bundesunternehmen.

Weitere Informationen, Zahlen und Fakten zur Arbeit der GIZ im Jahr 2021 können der Pressemitteilung sowie dem Integrierten Unternehmensbericht 2021 entnommen werden.


        
    
© Thomas Imo/Photothek

        
    
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