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Stein für Stein: Ökosysteme schützen, Wasser für Millionen sichern

In Lesotho unterstützen wir die Menschen darin, das Land am Orange River nachhaltig zu nutzen und dadurch Ökosysteme zu erhalten. So sichern wir ihre Lebensgrundlage - und gleichzeitig die Wasserversorgung von Millionen Menschen flussabwärts.

Eine Person auf einem weitläufigen Feld vor einer Bergkulisse.
In Lesotho unterstützen wir dabei, Ökosysteme zu schützen. Das stärkt die Ernährungssicherheit im schnell wachsenden Land.

Ein Fluss macht selten an Ländergrenzen Halt. So auch der Orange River: Von Lesotho führt er durch Südafrika nach Botsuana und Namibia. GIZ-Mitarbeiter Ulrich Thüer erklärt: „Was oben passiert, kommt unten an. Sind die Ökosysteme und Böden im Hochland von Lesotho rund um die Quelle intakt, transportiert der Fluss genug Wasser in die Nachbarländer. Die Wassereinzugsgebiete zu erhalten, ist wichtig, damit Menschen und Wirtschaft im südlichen Afrika ausreichend Wasser haben.“ 

Sichere Wasserversorgung durch gesunde Quellgebiete

Ulrich Thüer leitet ein Projekt, mit dem wir Ökosysteme in Flusseinzugsgebieten in Lesotho schützen. Dies tun wir im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums und der Europäischen Union. Denn die Lebensräume in den Bergen Lesothos sind unter Druck. Eine wachsende Bevölkerung benötigt mehr Nahrung und Raum. Überweidung und Erosion verringern die Weide- und Anbauflächen und beeinträchtigen die Umwelt. Dies wirkt sich negativ auf die Wasserversorgung im Tiefland von Südafrika, Botsuana und Namibia aus. Allein in der südafrikanischen Region Guateng sind 15 Millionen Menschen auf das Wasser des Orange Rivers angewiesen. Auch beeinträchtigt die Erosion die Energieversorgung in Lesotho und den Nachbarländern, da durch sie Stauseen und Wasserkraftwerke verschlammen. 

Nachhaltige Lösungen stärken die Landwirtschaft

Um die Wasser- und Energieversorgung zu sichern, arbeiten wir mit einer Einheit für integriertes Wassermanagement der lesothischen Regierung zusammen. Gemeinsam mit ihr schulen wir die Menschen in den Wassereinzugsgebieten, wie sie mit Methoden der nachhaltigen Landbewirtschaftung die Ökosysteme erhalten und die Flächen in den Flusseinzugsgebieten nachhaltig nutzen können. Indem die Menschen ihr Land nachhaltig bewirtschaften, steigern sie ihre Ernten und Einkommen. Insgesamt hat Lesotho so bis jetzt 4.400 Hektar Land stabilisiert und geschützt. Dies entspricht einer Fläche von etwa 6.150 Fußballfeldern. Davon profitieren mehr als 536.000 Menschen im Land, das sind 30 Prozent der ländlichen Bevölkerung von Lesotho.

 

Menschen schichten Steine in einer Wasserrinne zu Gabionen auf.
Erosionsrinnen entstehen oft durch menschliche Einflüsse. Damit das Wasser weniger Erde abträgt, werden Steinwälle errichtet.
Hände legen Steine aufeinander.
Stein für Stein wird aufgeschichtet, um mit diesen sogenannten Gabionen den Fluss des Wassers zu verlangsamen.
Eine Luftbildaufnahme einer Landschaft in Lesotho mit Wasserrinnen.
Durch einfache Maßnahmen wie diese wird weniger Boden abgetragen. Damit bleiben Flächen für die Landwirtschaft erhalten.
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Schnell umsetzbare Maßnahmen zeigen dabei eine große Wirkung. Beispielsweise terrassieren und bepflanzen die Menschen vor Ort Abhänge, damit der Regen ins Grundwasser versickert, statt ungehindert abzufließen und Boden abzutragen. Steinwälle in Erosionsrinnen verlangsamen die Geschwindigkeit des Wassers, halten abrutschende Erde auf und schließen die Gräben. Die Menschen in Lesotho erhalten die Landschaft und sichern die Wasserversorgung von Millionen Menschen flussabwärts. 

 

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