Ausgangssituation:
In Malawi ist der Zugang zu geeigneten Finanzdienstleistungen für Agrarunternehmer*innen stark eingeschränkt. Klimarisiken, schwankende Erträge und hohe Produktionskosten erschweren Investitionen in Saatgut, Technik oder Bewässerungssysteme erheblich. Besonders Frauen, junge Menschen und Menschen mit Behinderung sind von diesen strukturellen Barrieren betroffen. Gleichzeitig fehlen vielen Finanzinstitutionen erprobte und wirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle für agrarspezifische Finanzprodukte. Daher können landwirtschaftliche Betriebe ihr wirtschaftliches Potenzial nicht ausschöpfen, was sich negativ auf die nationale Ernährungssicherheit und die ländliche Entwicklung auswirkt.
Ziel:
Das Vorhaben zielt darauf ab, die Rahmenbedingungen für eine gendergerechte, inklusive und nachhaltige landwirtschaftliche Finanzierung zu verbessern.
Vorgehensweise:
Agrarbasierte Unternehmerinnen sollen befähigt werden, eigenständig Investitionen zu tätigen, Risiken besser zu bewältigen und ihre Einkommen langfristig zu steigern. Gleichzeitig werden Finanzinstitutionen dabei unterstützt, passgenaue und wirtschaftlich tragfähige Finanzdienstleistungen zu entwickeln, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten sind. Zur Zielerreichung setzt das Vorhaben auf drei zentrale Aktivitäten: die Stärkung der technischen und institutionellen Kapazitäten von Banken, Mikrofinanzinstitutionen sowie Kredit- und Spargenossenschaften durch nachfragebasierte und standardisierte Schulungen zur Entwicklung gendergerechter, inklusiver Kredit- und Sparlösungen; die Schulung agrarbasierter Unternehmer*innen in finanzieller Grundbildung und unternehmerischen Kompetenzen; sowie die Förderung des Dialogs zwischen Finanzwirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zur Schaffung eines unterstützenden Umfelds für inklusive Agrarfinanzierung. In allen Aktivitäten legt das Vorhaben einen besonderen Fokus auf Frauen, junge Menschen und Menschen mit Behinderung.