Ausgangssituation
Sierra Leones Wirtschaft ist insgesamt schwach und sehr anfällig für externe Erschütterungen wie Ebola- oder Covid-19-Krisen. Eine weitere Bürde für das Land ist die extrem hohe Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung. 60 bis 70 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung gelten als erwerbstätige Arme. Besonders betroffen sind Jugendliche und Frauen in den ländlichen Gebieten.
55 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und 70 Prozent der Beschäftigung entfallen auf die Landwirtschaft. Diese dient jedoch beispielsweise wegen geringer Produktivität oft nur zur Selbstversorgung. Sie erwirtschaftet also keine Überschüsse.
Ziel
Berufliche Fähigkeiten und Jobchancen von Jugendlichen sind verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben bringt öffentliche und private Akteur*innen zusammen, damit Jugendliche den Anforderungen des Arbeitsmarkts besser entsprechen und es mehr Jobs für sie gibt. Es gliedert sich in drei wesentliche Handlungsfelder:
1. Kompetenzen:
11.000 junge Menschen, die Hälfte davon Frauen, erhalten bedarfsorientierte Ausbildungsangebote in beruflichen und unternehmerischen Kompetenzen. Zusätzlich fördert das Vorhaben 4.000 Landwirte*innen durch Ausbildungsangebote, um ihr Einkommen zu steigern.
2. Berufliche Bildung:
Das Vorhaben trägt dazu bei, eine nationale Richtlinie zu Berufsbildung zu entwickeln und umzusetzen. Zudem renoviert und erweitert es vier Berufsbildungseinrichtungen und integriert praktische Arbeitserfahrung in die Ausbildung (duale Ausbildung).
3. Privatwirtschaft:
Damit es mehr Jobs für Jugendliche gibt, unterstützt das Vorhaben Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KKMU), beispielsweise durch ein finanzielles Förderprogramm oder kaufmännische Fortbildungen. Zudem baut es Dienstleistungen zur Unternehmensentwicklung auf.
Die Europäische Union (EU) stellt zusätzliche finanzielle Mittel für das Vorhaben bereit.
Stand: März 2025