Ausgangssituation:
Der langanhaltende Konflikt in Syrien hat den Nordosten des Landes schwer getroffen. Mehrere, sich überlagernde Krisen führen zu einer stark eingeschränkten landwirtschaftlichen Produktion, einer kritischen Wasserverknappung und zu steigenden Lebenshaltungskosten. Absatzmärkte, die nicht mehr funktionieren, sowie eine unzureichende Infrastruktur verschärfen die Lage.
Allein in Nordostsyrien benötigen 2,8 Millionen Menschen humanitäre Unterstützung. Knapp die Hälfte der Haushalte verfügt über kein verlässliches Einkommen. Viele Menschen sind zu folgenschweren Entscheidungen gezwungen, wie zum Beispiel Kinderarbeit oder der Verkauf der eigenen Arbeitsmittel.
Ziel:
Die soziale und wirtschaftliche Situation der Bevölkerung in ausgewählten Gemeinden im Nordosten Syriens ist verbessert.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben möchte Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen, vor allem durch berufliche Qualifizierung, Gründungsförderung und betriebswirtschaftliche Beratung von Kleinst- und Kleinunternehmen. Die Unterstützung von lokalen kollektiven Strukturen wie Kooperativen, Gewerkschaften oder Interessensverbänden setzt überdies langfristige Impulse. Darüber hinaus wiederbelebt das Projekt Marktinfrastruktur, um kleinen Unternehmen sowie Gemeindemitgliedern Märkte zugänglich zu machen. Um die wirtschaftliche Teilhabe zu erhöhen und sozialen Zusammenhalt zu fördern, koordiniert das Projekt gemeinschaftliche Planungsprozesse mit zivilgesellschaftlichen Organisationen und lokalen Akteuren.
Der Fokus liegt auf benachteiligten Gruppen wie Frauen, Menschen mit Behinderungen, Rückkehrende und intern Vertriebene. Die Bevölkerung wird damit widerstandsfähiger gegen ökonomische und gesellschaftliche Krisen und verbessert ihre Lebensumstände.