Ausgangssituation:
Tunesiens größte Herausforderung ist die Arbeitslosigkeit. Dabei ist die Arbeitslosenquote in den ländlichen Regionen im Süden mehr als doppelt so hoch wie im Nordosten. Vor allem die Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen ist übermäßig von Arbeitslosigkeit betroffen. Zudem fehlen Absolvent*innen beruflicher Ausbildungen praktische und arbeitsmarktrelevante Fähigkeiten.
Ziel:
Das tunesische Berufsbildungssystem bezieht die Privatwirtschaft stärker ein und steigert die Qualität der Ausbildung.
Vorgehensweise:
In Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft entwickelt das Vorhaben technische Ausbildungsgänge in den Bereichen Textil, Kunststoffverarbeitung und Tourismus – angepasst an die Bedarfe der Industrie.
Zudem schult das Vorhaben die staatlichen Verantwortlichen im tunesischen Berufsbildungssystem. Dabei greift es auf Grundlagen und Erfahrungen aus früheren Projektphasen zurück.
Tunesische Unternehmen, die qualifizierte Mitarbeiter*innen benötigen, sind zentrale Mittler des Vorhabens. Das Vorhaben will die Unternehmen anregen, sich stärker in der Berufsbildung zu engagieren und ihre Bedürfnisse deutlicher einzubringen. Die Firmen erhalten so die Chance, genügend geeignete Arbeitskräfte zu finden. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie Auszubildende nach der Ausbildung übernehmen.
Darüber hinaus unterstützt das Vorhaben langfristig die staatliche Berufsbildung in Zusammenarbeit mit Privatunternehmen: Fortbildungen entwickeln die Kompetenzen der Mitarbeiter*innen der staatlichen Stellen weiter.