Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Programm Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung in Mittelamerika und der Dominikanischen Republik
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: El Salvador
Politischer Träger: Comisión Centroamericana de Ambiente y Desarrollo (CCAD)
Gesamtlaufzeit: 2010 bis 2017

Zentralamerika. Gut strukturierter, natürlicher tropischer Regenwald, wie er an der Atlantikküste von Honduras und Nicaragua zu finden ist. © GIZ

Ausgangssituation

Die Bundesrepublik Deutschland unterstützt Honduras, Nicaragua, El Salvador und die Dominikanische Republik beim Management ihrer natürlichen Ressourcen. Um die Anpassung der mittelamerikanischen Länder an die vom Klimawandel eingeleiteten Wirkungen zu stärken, hat Deutschland sich verpflichtet, die Zentralamerikanische Kommission für Umwelt und Entwicklung (Comisión Centroamericana de Ambiente y Desarrollo – CCAD) zu unterstützen.

Ziel

Die Rahmenbedingungen für eine effektive Umsetzung nachhaltiger Kompensationsmechanismen für die Reduktion von CO2-Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung sind in den Mitgliedsländern der CCAD verbessert.

Zentralamerika. Ausweisen von Zukunftsbäumen im tropischen Regenwald für nachhaltige Bewirtschaftung in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Kleinbauern. © GIZ

Vorgehensweise

Auf nationaler Ebene unterstützt das Vorhaben die Umsetzung von Maßnahmen zur Vermeidung der Waldzerstörung, die Entwicklung von REDD-Strategien und den intersektoralen Politikdialog. REDD steht für „Reducing Emissions from Deforestation and Degradation“ (Reduzierung von Emissionen aus der Entwaldung und Schädigung von Wäldern). Regional unterstützt das Programm die fachlichen und politischen Abstimmungsprozesse zwischen den acht Ländern Belize, Costa Rica, Dominikanische Republik, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama zur Stärkung einer regionalen Positionierung bei internationalen Verhandlungen.

Das Programm umfasst drei Komponenten:

  1. Intersektoraler Dialog
    Die Politikkohärenz zwischen Sektoren und Ebenen (national, regional, international) ist zugunsten des Erhalts der Wälder verbessert.
     
  2. Nachhaltige Kompensationsmechanismen
    Institutionelle und regulatorische Voraussetzungen für die Umsetzung nachhaltiger Kompensationsmechanismen zur Reduktion von CO2-Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung sind in den Mitgliedsländern der CCAD geschaffen.
     
  3. Monitoring und Bericht
    Entscheidungsträger und gegenüber der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCC) berichtspflichtige Institutionen verfügen über das für die Überwachung von CO2-Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung notwendige Datenmaterial.

Für wichtige Akteure der acht beteiligten Länder wurden auf nationaler Ebene Planungsworkshops abgehalten; eine Operationalisierung begann im November 2010. Auf einem Syntheseworkshop wurden gemeinsame Arbeitsschritte zum Thema REDD in der Region vereinbart. Sie wurden auf der UN-Klimakonferenz im Dezember 2010 in Cancun, Mexiko, von der CCAD vorgestellt.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

  • Für ein Beratungsprojekt, mit dessen Hilfe auf regionaler Ebene eine geeignete Fundraising-Strategie entwickelt werden soll, wurden die Richtlinien erarbeitet.
  • Das Programm hat Untersuchungen in El Salvador, der Dominikanischen Republik, Guatemala und Panama zu den Themen Mitigation (Milderung der Folgen des Klimawandels) und Anpassung an den Klimawandel unterstützt.
  • Für indigene Gemeinden wurden Schulungen zum Thema REDD und zu ihrer Rolle innerhalb der nationalen Strategien zur Verringerung der Entwaldung durchgeführt.
  • Die regionalen Agenden der verschiedenen Technischen Komitees der CCAD für Klimawandel, Wälder und Schutzgebiete wurden vorangetrieben; der politische, institutionelle und fachliche Dialog der Komitees und Fachgruppen wurde gefördert. Einer der wichtigsten Erfolge dieser Maßnahmen ist die Tatsache, dass die verschiedenen Komitees sich treffen, ihre Agenden abstimmen und an gemeinsamen Zielen arbeiten.
  • Als Basis für den Aufbau einer regionalen Kommunikationsstrategie zum Thema REDD wurden Kommunikationsinstrumente entwickelt (monatliche Newsletter, Web-Auftritt des Programms REDD/CCAD-GIZ, Erfahrungsaustausch zum Waldschutz per Video und andere).
  • Von Juni 2011 bis Juli 2012 wurde ein regionales Fortbildungsprogramm zum Waldmonitoring durchgeführt, an dem sich jeweils drei Fachleute aus Belize, Costa Rica, der Dominikanischen Republik, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama beteiligten.
  • Im Auftrag des CCAD-Ministerrats wird ein Strategiepapier zum Schutz der Wälder und der Biodiversität erstellt. Parallel dazu unterstützt das Programm in mehreren Ländern die Entwicklung nationaler REDD-Strategien.