Grenzüberschreitendes Wassermanagement mit der Mekong River Commission (MRC)

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Grenzüberschreitendes Wassermanagement mit der Mekong River Commission (MRC)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ); Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
Land: Kambodscha, Laos, Thailand, Vietnam
Politischer Träger: Mekong River Commission (MRC)
Gesamtlaufzeit: 2010 bis 2017

Flutprävention, Vietnam; Photo credit © GIZ/Lucas Wahl

Ausgangssituation

Das untere Mekong-Becken ist für seine mehr als 60 Millionen Einwohner eine wichtige Lebensgrundlage: Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung leben direkt von Landwirtschaft und Fischerei und sind damit vollkommen abhängig von den Wasserressourcen des Mekongs. Insbesondere für direkt am Fluss lebende Menschen ist der Fluss von größter wirtschaftlicher Bedeutung, denn er sichert in vielen Fällen ihre Nahrungsgrundlagen. Darüber hinaus bildet der Fluss mit seinen Transport-, Tourismus-, und Energiepotenzialen eine Grundlage für die sozioökonomische Entwicklung in allen Anrainerstaaten.

Gleichzeitig ist das Mekong-Becken zahlreichen Herausforderungen ausgesetzt, welche die nachhaltige Entwicklung der Region bedrohen. Das Bevölkerungswachstum und der damit einhergehende zunehmende Druck auf die Ressourcen des Flusses – insbesondere durch den fortschreitenden Ausbau der Wasserkraft, Rodungen, die Intensivierung der Landwirtschaft sowie den Abbau von Bodenschätzen – sind eine zunehmende Bedrohung für den Mekong. Hinzu kommen Herausforderungen durch den Klimawandel, da die Mekong-Region zu den verwundbarsten und zu den am meisten vom Klimawandel betroffenen Regionen der Welt gehört. Bereits heute ist die am Fluss lebende Bevölkerung durch die regelmäßig auftretenden Hochwasser extrem gefährdet – eine Bedrohung, die weiter zunehmen wird.

Um die Probleme bei der nachhaltigen Entwicklung im unteren Mekong-Becken gemeinsam anzugehen, haben Kambodscha, Laos, Thailand und Vietnam 1995 die Mekong River Commission (MRC) gegründet. Seit ihrer Gründung hat die Kommission einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Wasserressourcenmanagement geleistet. Angesichts der zunehmenden sowie der neu auftretenden Herausforderungen steht die Leistungsfähigkeit der MRC immer wieder in Frage: Ist sie in der Lage, die zentralen Probleme im Flussbecken, insbesondere im Zusammenhang mit Klimawandel und Wasserkraftentwicklung, effektiv und kompetent angehen?

Ziel
Die MRC bietet ihren Mitgliedstaaten effektive und kompetente Unterstützung bei der nachhaltigen Bewältigung der Herausforderungen des Flusseinzugsgebiets.

Fischen, Kambodscha; Photo credit © GIZ/Lucas Wahl

Vorgehensweise
Die GIZ unterstützt die MRC bei der ebenso armutsberücksichtigenden wie umweltschonenden Entwicklung der Wasserkraft sowie bei ihren Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor den negativen Auswirkungen des Klimawandels im unteren Mekong-Becken. Fach- und Führungskräfte aus dem Sekretariat der MRC, den nationalen Mekong-Komitees und den Wasser-, Energie- und Umweltministerien der Mitgliedsländer werden durch das GIZ-Programm unmittelbar unterstützt. Dabei zielt das Programm vor allem auf eine langfristige, nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen der mehr als 60 Millionen Menschen im unteren Mekong-Becken.

The discussion on Multi-Purpose Evaluation of Hydropower Plans at Sustainable Hydropower Practice Forum, Bangkok, Thailand Photo credit © GIZ/ Sopagna Set