Koordination der HIV-Prävention für Afrikas Jugend verbessern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Multisektorale HIV-Prävention (MHIVP)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Südafrika
Politischer Träger: National Department of Health (NDoH)
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 20202

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Ausgangssituation

In Südafrika leben 7.100.000 Menschen mit HIV. Allein 2016 haben sich 270.000 Menschen neu mit HIV infiziert. Gerade junge Menschen - und insbesondere Mädchen - sind von der HIV-Epidemie betroffen. Jede Woche stecken sich 1.975 junge Frauen mit dem HI-Virus an. So ist Südafrika das Land mit den meisten HIV-positiven Menschen weltweit und auch das Land mit den meisten Neuinfektionen. Gerade die junge Bevölkerung leidet zunehmend unter den Folgen dieser weitreichenden HIV-Epidemie.

Die Ministerien für Gesundheit, Bildung und soziale Entwicklung haben die Dringlichkeit einer multisektoralen Antwort auf die HIV-Epidemie erkannt. So erstellten sie entsprechende Strategien zur Verbesserung der Situation in ihren jeweiligen Sektoren, stimmten einer gemeinsamen integrierten Schulgesundheitspolitik zu und unterstützen seit 2016 die nationale She Conquers Kampagne für junge Frauen und Mädchen.

Dennoch sind die Strukturen für die Implementierung dieser Pläne schwach. Die Koordination zwischen den Ministerien ist unzureichend, wodurch junge Menschen nicht in der notwendigen Weise erreicht werden.

Ziel

Die strukturellen und institutionellen Voraussetzungen für die Umsetzung nationaler Strategien zur HIV-Prävention sind verbessert. Junge Menschen (zehn bis 24 Jahre) erhalten Zugang zu verbesserten Präventionsmaßnahmen.

Südafrika. Die psychologisch-soziale Beratung per Telefon und Internet von loveLife leistet einen großen Beitrag zur HIV-Prävention, zu sexueller und reproduktiver Gesundheit von jungen Menschen in Südafrika. (Foto Molemo Mofokeng, loveLife) © GIZ

Vorgehensweise                                                                            

Das Programm stärkt Partner in der Provinz des Eastern Cape und den dortigen drei Distrikten Buffalo City Metro, Nelson Mandela Bay und Alfred Nzo in den folgenden Handlungsfeldern:

  • Implementierung der integrierten Schulgesundheitspolitik: Gemeinsam mit den Ministerien für Gesundheit, Bildung und Soziale Entwicklung schafft das Programm sogenannte Task Teams, die die Koordination der Schulgesundheitspolitik übernehmen. Zivilgesellschaftliche Organisationen bringen zeitgleich Schülern und Eltern die Inhalte der Schulgesundheitspolitik näher.
  • Verbesserung des Trainings für Lebenskundelehrer: Die Organisation HEAIDS erhält technische Unterstützung bei der Entwicklung von Trainingsmaterialien und –formaten für die Ausbildung von Lebenskundelehrern der berufsbildenden Schulen im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte und Gender Diversity.
  • Aufbau einer Koordinationsplattform für die She Conquers Kampagne: Internationale und nationale Partner werden im Zuge der She Conquers Kampagne an einen Tisch geholt. Unter Anleitung des provinziellen Premiers koordinieren sie gemeinsam die Aktivitäten der Kampagnen im Eastern Cape.
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Wirkungen 

In der Vorgängerphase unterstützte das Programm die Bereitstellung jugendfreundlicher Dienstleistungen in Gesundheitseinrichtungen im Distrikt Alfred Nzo. Durch den Unterauftragnehmer Health Focus und die Enhancing Care Foundation können heute 60 Kliniken als jugendfreundlich angesehen werden, was sich auch in den verbesserten Bewertungen der Dienstleistungen durch jugendliche Patienten widerspiegelt.

Das von HEAIDS entwickelte Radioprogramm Future Beats klärt zu Themen aus dem Bereich HIV/AIDS auf. Durch die Unterstützung der GIZ erreichen die wöchentlichen Sendungen mittlerweile über 38.000 junge Menschen.