Stabilisierungsprogramm für die palästinensischen Gebiete (Westbank und Gaza)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Jugendförderung zur Stabilisierung Palästinas
Auftraggeber: Auswärtiges Amt
Land: Palästinensische Gebiete
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2021

Aktivitäten im Rahmen der „Sports for Smiles“- Initiative zur psychosozialen Unterstützung von Kindern und Jugendlichen

Ausgangssituation

Krisen und Konflikte prägen die Palästinensischen Gebiete seit Jahrzehnten. Sie gehen einher mit Bewegungseinschränkungen, hohen Arbeitslosenquoten, kriegsbedingten Trauma-Erfahrungen und steigender Armut der palästinensischen Bevölkerung. Die Leidtragenden dieser angespannten und instabilen Situation sind in besonderem Maße Kinder und Jugendliche, die über die Hälfte der palästinensischen Bevölkerung ausmachen. Sowohl Enttäuschung über die Regierung als auch ein Gefühl von allgemeiner Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit machen sich breit.

Ziel

Kinder und Jugendliche können mit den schwierigen Lebensbedingungen in Palästina besser umgehen. In einer Krisensituation werden Freiräume geschaffen, in denen Kinder auch Kinder sein dürfen.

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Vorgehensweise

Um das Projektziel zu erreichen, arbeitet das Vorhaben in drei Schwerpunkten, nämlich der (1) psychosozialen Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, (2) der psychologischen Krisenintervention im Gazastreifen sowie (3) der Förderung von Jugendinitiativen in den Gemeinden. Das Vorhaben arbeitet in den wenig beachteten Gebiete der Westbank sowie dem Gazastreifen. Das Projekt beabsichtigt, in bestehenden Räumlichkeiten lokaler zivilgesellschaftlicher Organisationen geschützte Räume für Kinder und Jugendliche zur Verfügung zu stellen. In ihnen können sich die Heranwachsenden selbstbestimmt und diskriminierungsfrei austauschen.

Im ersten Bestandteil des Programms werden Psycholog*innen und Jugendarbeiter*innen ausgebildet, um psychosoziale Unterstützung zu entwickeln und anzubieten. Diese Angebote werden kombiniert mit Musik-, Tanz- und Sportangeboten für Kinder. Die Angebote widmen sich den Auswirkungen von Trauma und Konflikt und stärken das psychische Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen, einschließlich Menschen mit Behinderungen.

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Diese Arbeit wird im zweiten Programmbestandteil ergänzt durch notfallpsychologische Maßnahmen für Kinder und Familien in akuten Belastungssituationen. Die Aktivitäten der Krisenintervention fokussieren auf den Gazastreifen. Mobile Psycholog*innen-Teams führen hierbei Hausbesuche bei betroffenen Familien in wenig beachteten Gebieten des Gazastreifens durch und leisten psychologische Erste Hilfe.

Darüber hinaus fördert das Projekt Jugendinitiativen. Dabei werden Jugendliche ausgebildet, um Projektideen einzubringen und diese in Eigenverantwortung in einer Jugendgruppe umzusetzen. Ziel ist, ihre gesellschaftliche Teilhabe in den jeweiligen Heimatdörfern und -regionen durch den Ausbau ihrer persönlichen und sozialen Kompetenzen zu verbessern. Dies trägt zudem zu ihrem konstruktiven und gewaltfreien Umgang mit Konflikten bei.