Trinkwasser- und Sanitärversorgung

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung des Wasser-, Hygiene- und Sanitärsektors in Benin
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Benin
Politischer Träger: Ministerium für Bergbau, Energie und Wasser
Gesamtlaufzeit: 2014 bis 2017

Benin. Wasserverteilung am Brunnen. © GIZ

Ausgangssituation

2014 haben immer noch rund ein Drittel der Bevölkerung Benins im ländlichen Raum und in den Stadtrandgebieten keinen Zugang zu hygienisch unbedenklichem und bezahlbarem Trinkwasser. Mehr als die Hälfte ist ohne Zugang zu einer Sanitärversorgung, die minimalen Hygienestandards entspricht.

Ziel

Die Wasserwirtschaftsverwaltung, Gesundheitsbehörden, Departments und Kommunen haben die Rahmenbedingungen für den dauerhaften Zugang der Bevölkerung im ländlichen Raum und in den Stadtrandgebieten zu hygienisch unbedenklichem und erschwinglichem Trinkwasser und zu Basissanitärversorgung geschaffen.

Vorgehensweise

Partner der GIZ sind staatliche Institutionen, die für Wasser, Basissanitärversorgung und Hygiene zuständig sind. Das Vorhaben arbeitet außerdem zusammen mit den Regionalverwaltungen der Departments Mono, Couffo, Ouemé, Plateau, Atacora und Donga sowie den 38 Kommunen in diesen Departments. Dabei nutzt die GIZ die Erfahrungen des Vorgängerprogramms bei der Dezentralisierung der Wasser- und Sanitärversorgung. Regelmäßige Treffen mit den beninischen Partnern, der KfW Entwicklungsbank und internationalen Gebern dienen zur gegenseitigen Information.
Handlungsfelder sind:

  • Gute Regierungsführung im Wasser- und Sanitärsektor, beispielsweise zu Regulierung, Nutzerbeteiligung und Transparenz
  • Verbindung Wasser – Klimawandel – Ernährungssicherung
  • Entwicklung und Umsetzung einer nationalen Strategie für die Verbesserung der Versorgung mit Wasser und der Basissanitärversorgung im ländlichen Raum und in den Stadtrandgebieten
  • Umsetzung der nationalen Strategie zu Hygiene und Sanitärversorgung
  • Verbesserte Trinkwasserversorgung im ländlichen Raum und in den Stadtrandgebieten
  • Verbesserte Überwachung der Trinkwasserqualität
  • Stärkung der Kommunen bei der Umsetzung ihrer Pläne zur Hygiene, Sanitär- und Trinkwasserversorgung

Die Consultingfirma IGIP mbH unterstützt die Umsetzung des Vorhabens.

Wirkungen

Durch die Maßnahmen des Vorgängerprogrammes (PEP) verbesserte sich die Trinkwasserversorgung für mehr als 20.000 Menschen in der Projektregion. Der Zeitaufwand der Frauen und Mädchen für die tägliche Bereitstellung des Trinkwassers in ländlichen Gemeinden reduzierte sich durch die kürzeren Transportwege zwischen Zapfstelle und Haushalt um mehr als eine Stunde.

Das Folgeprogramm ProSEHA stellt die gleichbleibende Trinkwasserqualität von der Zapfstelle bis zum häuslichen Verbrauch mit gezielten Maßnahmen nachhaltig sicher. Flankierende Schritte zur Verbesserung des Hygienebewusstseins zeigen Wirkungen, wie Reinigung von Trinkwasserbehältern, Händewaschen und Nutzung von Latrinen, um durch verschmutztes Wasser und Fäkalien induzierte Krankheiten zu reduzieren. Angemessene Verhaltensweisen zur Prävention dieser Krankheiten sind vermehrt zu beobachten.