Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz (PREEEP)

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Programm zur Förderung von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Uganda
Politischer Träger: Ministry of Energy and Mineral Development (MEMD)
Gesamtlaufzeit: 1999 bis 2017

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Ausgangssituation
Energie ist eine entscheidende Voraussetzung für das Wirtschaftswachstum in Uganda. In den Städten herrscht aber ein Versorgungsdefizit mit häufigen Stromausfällen und auf dem Land gibt es kaum Zugang zu Elektrizität. Als Brennstoff zum Kochen werden überwiegend Feuerholz und Holzkohle eingesetzt. Ein Großteil der Bevölkerung ist weder über die daraus entstehenden Umweltprobleme informiert, noch über die Notwendigkeit, moderne, kostengünstige und energieeffiziente Technologien zu nutzen.

Das für die Umsetzung der Energiepolitik verantwortliche Ministerium für Energie und Bergbau (MEMD) kann seinen Aufgaben aufgrund mangelnder finanzieller und personeller Ressourcen oft nicht vollständig nachkommen. Weitere Akteure im Sektor sind mit ähnlichen Problemen konfrontiert.

Ziel
Die Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft Ugandas mit modernen und nachhaltigen Energiedienstleistungen ist erheblich verbessert. 

Vorgehensweise
Das Vorhaben wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt und von der niederländischen Regierung sowie dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) kofinanziert. Einzelne Aktivitäten werden in Kooperationen mit deutschen Unternehmen durchgeführt.

Das Programm unterstützt die Entwicklung von Kompetenzen, Ressourcen und Leistungsfähigkeit (Capacity Development) in den Bereichen Energiepolitik, Verbreitung moderner Biomasseenergietechnologien, Förderung von Energieeffizienz und ländlicher Elektrifizierung. Dazu gehören auch Capacity-Development-Aktivitäten für das Ministerium (MEMD), für Stakeholder auf nationaler und Distriktebene sowie für ausgewählte Energieanbieter auf kommunaler Ebene. Partner und andere Akteure, wie lokale Behörden, Nichtregierungsorganisationen und private Unternehmen, werden unterstützt, um maßgeschneiderte Strategien zu entwickeln und umzusetzen, damit Dienstleistungen und Produkte verbessert werden können und die Bevölkerung in ländlichen Regionen Ugandas über Energiesparen aufgeklärt wird.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Das Programm hat auf verschiedenen Ebenen Ergebnisse und Wirkungen erzielt. Beispielsweise werden jährlich rund 256.000 Tonnen Feuerholz durch den Einsatz effizienter Kochtechnologien eingespart, was zugleich das Risiko von Atemwegserkrankungen und Verbrennungen, insbesondere bei Frauen und Kindern, deutlich senkt. Mehr als 120 soziale Einrichtungen – Schulen, Gesundheitszentren und andere – wurden durch Anschluss an das nationale Stromnetz oder netzunabhängige Photovoltaikanlagen elektrifiziert. Zusätzlich haben über 2.800 Haushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ein Solarsystem erworben, das ausreichend Strom erzeugt, um ein Haus zu beleuchten, Handys aufzuladen sowie ein Radio oder einen Fernseher zu betreiben. Für gewerbliche Zwecke werden die Systeme typischerweise für Haarschneidemaschinen, Handyladestationen und zur Stromversorgung kleiner Läden verwendet.

Zur Steigerung der Energieeffizienz wurden bisher Energieeffizienzprüfungen in 160 KMU, 110 Schulen, 5 kommerziell genutzten Gebäuden und 11 industriellen Anlagen durchgeführt. So werden Möglichkeiten zur Energieeinsparungen aufgezeigt.

Uganda. Children learning how electricity is generated from the sun using a Solar PV model. © GIZ

Kontakt

Markus Francke
markus.francke@giz.de