Schutz von Wald und Umwelt

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Programm Wald und Umwelt in Kamerun
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Kamerun
Politischer Träger: Das Ministerium für Forst und Fauna (Ministère des Forêts et de la Faune, MINFOF) sowie das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und nachhaltige Entwicklung (Ministère de l’Environnement, de la Protection de la Nature et du Développement Durable, MINEPDED)
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2019

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Ausgangssituation
In Kamerun existieren noch zahlreiche tropische Naturwälder. Sie sind eine traditionell wichtige Ressource für den Lebensunterhalt der lokalen Bevölkerung und die Wirtschaft des Landes. Faktoren wie Migration, Bevölkerungswachstum, gestiegener Bedarf nach Feuerholz, expansive Landwirtschaft und fehlende alternative Beschäftigungs- und Einkommensquellen der Bevölkerung gefährden die ökologischen, ökonomischen und sozialen Funktionen der Waldökosysteme Kameruns. Illegaler Holzeinschlag und Wilderei verschärfen die Situation.

Trotz seiner im regionalen Vergleich fortschrittlichen Wald- und Schutzgebietspolitik, klarer Mandate der hoheitlichen Institutionen des Forstministeriums und des Umwelt- und Naturschutzministeriums, schreitet die Umsetzung der Sektorstrategien nur zögerlich voran. Die beteiligten Fachministerien koordinieren sich nicht ausreichend, dezentrale Institutionen und Behörden nehmen ihre Aufgaben nicht ausreichend wahr und die lokale Bevölkerung ist an den Entscheidungsprozessen nicht beteiligt.

Bislang liegen nur wenige, für die praktische Umsetzung beispielgebende, Modelle zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wald- und Wildressourcen in Kamerun vor. Die dekonzentrierten Strukturen sind sehr stark in ihrer Kontrollfunktion verhaftet und verstehen sich weniger als Dienstleister mit einer lokalen entwicklungspolitischen Rolle. Auf Ebene der institutionellen und rechtlich-regulativen Rahmenbedingungen benötigt das Land noch Regelwerke und Durchführungsverordnungen wie beispielsweise die Abstimmung vom 9. Februar 1998 zur Intervention im Waldgebiet. Es ist eine Herausforderung, die Managementfähigkeiten in den dezentralen Institutionen und Behörden zu verbessern, da qualifizierte Fach- und Führungskräfte im Bereich Ressourcenmanagement fehlen. Interministerielle Abläufe, aber auch die Abstimmung zwischen der nationalen Ebene und den nachgeordneten Diensten geraten immer wieder ins Stocken. Die Kommunikations-, Management-, Kooperations- und Monitoringprozesse der Behörden und der Ministerien sind nicht ausgereift.

Ziel
Das Forstministerium und das Ministerium für Umwelt und Naturschutz sowie ihre nachgeordneten Fachdienste üben ihre Mandate in Koordination mit anderen Akteuren, wie beispielsweise der Zivilgesellschaft, lokalen Nicht-Regierungsorganisationen oder lokalen Repräsentationen der Anwohner der Schutzgebiete, aus.

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Vorgehensweise
Das Vorhaben wird in den Regionen Extremer Norden, Süd-Westen, Osten und im Zentrum Kameruns arbeiten.

Das Projektteam unterstützt seine Partnerministerien dabei, eine Sektorstrategie für den Umwelt- und Waldschutz zu erarbeiten und diese umzusetzen. Darüber hinaus entwickelt es mit seinen Partnern politisch-strategische Orientierungen und rechtliche Grundlagen weiter. Schulungen der Mitarbeiter der staatlichen dezentralen Behörden und Institutionen vermitteln ihnen das nötige Know-how, um ihre Arbeitsabläufe und Aufgaben professioneller wahrzunehmen. So können sie die Prozesse zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Waldressourcen optimieren.

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Kontakt

Michaela Braun
michaela.braun@giz.de