Ausgangssituation:
Erfahren Menschen Krieg, Gewalt und Vertreibung, hinterlässt das oft tiefe seelische Wunden. Derart traumatische Erlebnisse können zu Angststörungen, Depressionen und Selbstmordgedanken führen. Daher ist es für Betroffene wichtig, psychische Probleme als solche anzuerkennen und sich Unterstützung zu suchen.
Das Gesundheitssystem der Ukraine steht vor großen Herausforderungen und kann die psychische Belastung der Bevölkerung nicht angemessen abfangen. Es fehlt an geschlechtsspezifischer psychosozialer Unterstützung für Veteran*innen, Binnenvertriebene, Rückkehrende und Bewohner*innen aufnehmender Gemeinden sowie weitere schutzbedürftige Gruppen. Zudem brauchen Verantwortliche spezialisiertes Fachwissen, um die Betroffenen zu behandeln.
Ziel:
Ein angepasstes Angebot mit Fokus auf mentale Gesundheit und psychosoziale Betreuung (Mental Health and Psychosocial Support, MHPSS) hilft Ukrainer*innen dabei, Kriegserlebnisse zu verarbeiten.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben schult Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen und andere soziale Fachkräfte, damit sie Menschen mit Kriegstraumata besser helfen können. Unterstützung erhält das Vorhaben hierbei durch die Nationale Universität Kiew-Mohyla Akademie (NaUKMA), die auf Kriegstraumata spezialisierte Module entwickelt und diese in die psychologische Ausbildung integriert.
Weiterhin unterstützt das Vorhaben spezielle psychosoziale Angebote, darunter Maßnahmen, die die MHPSS fördern und für geschlechterbasierte Gewalt (gender-based violence, GBV) sensibilisiert sind.
In Zusammenarbeit mit der Nichtregierungsorganisation „International Medical Corps" verbessert es die Qualität von GBV- und MHPSS-Diensten für schutzbedürftige und kriegsbetroffene Gruppen. Parallel dazu bieten das Vorhaben psychosoziale Programme mit einem Fokus auf Frauen und Kindern an, um ihre (Re-)Integration in die Gemeinden zu erleichtern. Zusammen mit lokalen Nichtregierungsorganisationen setzt es Schulungen, maßgeschneiderte Therapien sowie digitale Lösungen um.