Handelsförderung in Nepal

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Handelsförderung in Nepal
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Politischer Träger: Ministry of Commerce (MoC)
Land: Nepal
Gesamtlaufzeit: 2013 bis 2017

Ausgangssituation

In einem fünfjährigen Prozess hat das nepalesische Handelsministerium (MoC) zusammen mit Entwicklungspartnern und der Privatwirtschaft die nepalesische Handelsstrategie (Nepal Trade Integration Strategy, NTIS) umgesetzt. 2016 hat das MoC eine überarbeitete NTIS formuliert, die der nepalesischen Regierung einen Fahrplan für die Entwicklung der Exportwirtschaft und eines durch Handel induzierten, breitenwirksamen Wachstums an die Hand gibt.

Die neue Strategie legt den Schwerpunkt auf bestimmte Waren und Dienstleistungen mit guten Ausfuhrchancen und fördert deren Beitrag zur Konjunktur des Landes, um die Herausforderungen zu bewältigen, vor denen die Exportwirtschaft steht. Zu diesem Zweck sieht die Strategie die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen vor, die den Aufbau der Wertschöpfungsketten für und den Handel mit diesen Produkten fördern. Die Strategie ist Teil des Enhanced Integrated Framework (EIF), einer Initiative mehrerer Geber für handelsbezogene Entwicklungszusammenarbeit (Aid for Trade).

Ziel

Durch die Umsetzung der nationalen Handelsstrategie ist Nepal in regionale und internationale Märkte integriert. Die Bedingungen für den Handel mit Waren und Dienstleistungen sind verbessert, wovon nepalesische Unternehmen in großem Umfang profitieren.

Vorgehensweise

Das Ziel der NTIS besteht darin, die politischen, rechtlichen und regulativen Rahmenbedingungen für Unternehmen sowie deren Zugang zu handelsfördernden Dienstleistungen zu verbessern. Dadurch sollen die internationale Wettbewerbsfähigkeit und das Handelsvolumen der nepalesischen Unternehmen steigen.

Das Programm richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen, die Export- und Beschäftigungspotenzial bieten und fördert zu diesem Zweck weiterhin die drei in der NTIS 2010 priorisierten Wertschöpfungsketten Honig, Heil- und Aromapflanzen sowie Silberschmuck. Außerdem wird der Aufbau von zwei zusätzlichen, in der NTIS 2016 genannten Wertschöpfungsketten gefördert, nämlich Schuhe und Ingwer.

Das Projekt unterstützt das nepalesische Handelsministerium bei seinen Durchführungsmaßnahmen sowie die 21 Kontaktstellen der Welthandelsorganisation in anderen Ministerien und Behörden, die an der Umsetzung der NTIS mitwirken. Zu den weiteren geförderten Partnern gehören die nepalesische Handelskammer, der Verband der nepalesischen Industrie- und Handelskammern, der nepalesische Industrieverband, das Zentrum für die Förderung von Handel und Export sowie verschiedene Sektorverbände der fünf geförderten Wertschöpfungsketten.

Wirkung

In der Phase von 2013 bis 2015 hat das Projekt dazu beigetragen, das Exportpotenzial ausgewählter Produkte zu verbessern, die in der NTIS 2010 priorisiert worden waren. Dies waren Honig, Silberschmuck sowie Heil- und Aromapflanzen. 81 Prozent der von dem Projekt geförderten Unternehmen gaben 2015 an, dass die internationale Nachfrage nach ihren Produkten gestiegen ist – 2013 waren es knapp 49 Prozent.

Mittlerweile wurden sieben Probleme identifiziert, die den Handel mit Silberschmuck und Honig hemmen. Nach einem strukturierten öffentlich-privaten Dialog hat das nepalesische Handelsministerium einen Aktionsplan zur Beseitigung dieser Probleme verabschiedet. Außerdem hat die nepalesische Regierung zwei Politiken angepasst, die den Handel mit Heil- und Aromapflanzen bislang beeinträchtigt haben. Dadurch konnten das Geschäftsklima für Unternehmer in diesen Branchen verbessert und das entsprechende Exportpotenzial gesteigert werden.

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