German Green Cooling Initiative fördert internationale Kooperation zur nachhaltigen Kühlung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: German Green Cooling Initiative
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI)
Land: Global
Gesamtlaufzeit: 2012 bis 2017

Ausgangssituation

Kühlgeräte wie Kühlschränke oder Klimaanlagen verursachen rund 7 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen. Etwa ein Drittel davon entsteht durch das Entweichen von Kühlmitteln, zwei Drittel entstehen durch den Energieverbrauch der Geräte.

Durch steigende Temperaturen, zunehmenden Wohlstand, starkes Bevölkerungswachstum und Verstädterung wird die Nutzung von Klimaanlagen und Kühlschränken, insbesondere in den Schwellenländern, weiter zunehmen und den Klimawandel beschleunigen.

Moderne Kühlgeräte haben einen geringen Energieverbrauch und werden mit natürlichen Kühlmitteln betrieben, die keine Auswirkungen auf die Ozonschicht oder das Klima haben. Trotzdem kommen in Schwellenländern meist ineffiziente Geräte mit veralteter Technik zum Einsatz. Diese haben einen hohen Energieverbrauch und werden mit fluorierten Treibhausgasen (F-Gasen) betrieben, wodurch ozon- und klimaschädliche Emissionen entstehen. Fehlende Erfahrung sowie ein Mangel an geschulten Wartungstechnikern, Ersatzteilen und alternativen Kühlmitteln behindern die Verbreitung nachhaltiger Kühltechnik in Schwellenländern. Außerdem gibt es keine einheitlichen Standards für die Bauweise, den Betrieb und die Sicherheitsanforderungen. Die zahlreichen Initiativen im Bereich der nachhaltigen Kühlung in Industrie- und Schwellenländern sind unzureichend vernetzt und haben keinen Zugang zu Förderungsprozessen.

Ziel

Die Green Cooling Initiative ist gegründet. Sie fördert den Technologietransfer, vernetzt Experten und unterstützt so die Verbreitung nachhaltiger Kühltechnik.

Vorgehensweise

Im Rahmen des Projekts wird die Green Cooling Initiative gegründet, ein internationales Forum für politische Entscheidungsträger, Technologieanbieter und -abnehmer, wissenschaftliche Einrichtungen und NGOs im Bereich Kühlung und Klimatisierung (Refrigeration and Air Conditioning, RAC). Der Green Cooling Initiative steht eine eigene Internetplattform zur Verfügung, der Austausch findet zudem im Rahmen internationaler Veranstaltungen statt.

Hierbei implementiert die Green Cooling Initiative die Beschlüsse der UN-Klimakonferenz in Cancun. Diese beinhalten den Aufbau effizienter Prozesse und Strukturen, die dem beschleunigten Transfer von Technologien zur Emissionsminderung und Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern dienen.

Das Vorhaben fördert die Erstellung von Leitlinien zur Förderung und zum Transfer nachhaltiger RAC-Technologien, sogenannte Technology Road Maps. Diese werden durch Handbücher und Workshops verbreitet. Die Technology Road Maps werden in Beispielprojekten in Partnerländern umgesetzt, um die fachlichen Fähigkeiten vor Ort zu stärken.

Wirkungen

Der Austausch zwischen Akteuren im Bereich der nachhaltigen Kühlung wurde gestärkt. Beispiele hierfür sind das „German-Chinese Network on Mobile Air-Conditioning“ sowie das „Green Cooling Africa Network“.

Die Wertschöpfungsketten im Bereich Klimaanlagen, Kühlregale und mobile Klimaanlagen wurden umfassend in einer Studie untersucht. Diese Studie dient dem RAC-Sektor als Entscheidungshilfe für Investitionen in die Produktion nachhaltiger Kühlgeräte.

Es wurde eine interaktive Internetanwendung entwickelt, mit der sich länderspezifische Emissionsdaten für verschiedene Geräteklassen abfragen lassen. Die Green Cooling Initiative fördert bereits Best-Practice-Projekte zur Technologiekooperation und erstellt Technology Road Maps.

Durch den Bezug der Green Cooling Initiative zum Climate Technology Centre and Network (CTCN) des Umweltprogramms der Vereinten Nationen ist es gelungen, in internationalen Klimaverhandlungen die Bedeutung von nachhaltiger Kühltechnik und des Einsatzes natürlicher Kühlmittel hervorzuheben.