Deutsch-chinesische Kooperationen bei Elektromobilität

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Beratung und Unterstützung der deutsch-chinesischen Kooperationen im Bereich der Elektromobilität
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Land: China
Politischer Träger: Ministerium für Industrie und Informationstechnologie der Volksrepublik China (MIIT)
Gesamtlaufzeit: 2014 bis 2016

Ausgangssituation
Die chinesische Regierung unternimmt zahlreiche Anstrengungen, um alternative Antriebsformen zu fördern. Dabei setzt China – auch industriepolitisch motiviert – auf die Elektromobilität. Deutsche Unternehmen positionieren sich als Leitanbieter der Elektromobilität, ein Schlüssel ist der möglichst ungehinderte Zugang zu anderen Leitmärkten wie China. Die politische Zusammenarbeit beider Länder im Bereich der Elektromobilität wurde in den letzten Jahren intensiviert mit dem Ziel, günstige inhaltliche und strategische Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Entwicklung der Elektromobilität zu schaffen, um zur Lösung von Klima-, Umwelt und Verkehrsproblemen beizutragen.

Ziel
Handelsbarrieren im chinesischen Leitmarkt sind abgebaut, neue wurden vermieden. Das erleichtert deutschen Herstellern den Marktzugang.

Vorgehensweise
Das Projekt unterstützt den Dialog des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit den chinesischen Partnerministerien. Es berät das Wirtschaftsministerium fachlich und inhaltlich, vermittelt Gesprächspartner und unterstützt organisatorisch.

Eine der wichtigsten Voraussetzung des freien Marktzugangs für weltweite Hersteller ist die internationale Harmonisierung technischer Normen und Standards. Das Projekt unterstützt daher eine harmonisierte Entwicklung der deutschen und chinesischen Normungs-Roadmaps. Dazu organisiert es einen regelmäßigen Austausch zwischen den verantwortlichen deutschen und chinesischen Normungsinstitutionen und Industrievertretern zu aktuellen technischen Fragestellungen. Diese Aktivitäten bauen Handelsbarrieren ab und ermöglichen so die Markteinführung von Elektrofahrzeugen in China.

Die Verfügbarkeit einer nutzungsfreundlichen Ladeinfrastruktur ist eine der wesentlichen Voraussetzung für den Erfolg der Elektromobilität. Daher wird ein Dialog zwischen dem BMWi und den chinesischen Regierungsbehörden, Energieunternehmen und Forschungsinstituten unterstützt, um den Aufbau der Ladeinfrastruktur zu begleiten und den offenen Marktzugang deutscher Hersteller zu ermöglichen. Zudem begleitet das Projekt das von deutschen und chinesischen Automobilherstellern durchgeführt Sino-German Electric Vehicle Charging Project (SGEVCP). In diesem Kontext werden Foren geschaffen, in den sich Industrie- und Regierungsvertreter koordinieren können. So eröffneten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Minister Miao Wei am 8. Juli 2014 die Beijing-Berlin E-Mobility Conference auf dem Campus der Tsinghua Universität in Peking.

Wirkungen
Das Projekt bereitet intensiv Fachinformationsreisen des BMWi nach China sowie die jährliche Sitzung der Deutsch-Chinesischen Strategischen Plattform Elektromobilität vor. Durch den verstärkten Austausch ist das gegenseitige Verständnis der deutschen und chinesischen Normungsprozesse vertieft worden.

Durch den Vergleich der Normungs-Roadmaps beider Länder konnte ein gemeinsamer Arbeitsplan entwickelt werden, wie die deutschen und chinesischen Institutionen künftig ihre Normen vergleichen und angleichen.

Durch die Dialoge zum Thema Ladeinfrastruktur wurde der Austausch zwischen Regierungs- und Industrievertretern zu Themen wie Installation von Ladesäulen in Tiefgaragen oder die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien verstärkt und Barrieren für die Ausbreitung von Elektrofahrzeugen abgebaut.

Kontakt

Sandra Retzer
sandra.retzer@giz.de