Schutz der Biodiversität in der Eje Neovolcánico II

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Schutz der Biodiversität in der Eje Neovolcánico II (COBEN II)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Mexiko
Politischer Träger: Agencia Mexicana de Cooperación Internacional para el Desarrollo (AMEXCID)
Durchführung: Nationale Kommission für Naturschutzgebiete (Comisión Nacional de Áreas Naturales Protegidas, CONANP)
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2022

Nationalpark Iztaccíhuatl-Popocatépetl

Ausgangssituation

Im zentralen Teil der Eje Neovolcánico, das am dichtesten besiedelte Gebiet Mexikos, leben rund 30 Millionen Menschen. Die größten Städte der Region, Mexiko-Stadt, Toluca und Cuernavaca, bilden eine zusammengewachsene Stadtlandschaft. Diese ist in eine Hochgebirgslandschaft eingebettet, in der insgesamt 36 föderale und mehr als 100 bundesstaatliche Schutzgebiete liegen.

Die Schutzgebiete sowie die angrenzenden Naturräume sind allerdings stark bedroht. Die Verstädterung sowie unkontrollierter Massentourismus und umweltschädliche Landnutzung zerteilen natürliche Lebensräume. Wasser, Luft und Boden werden verschmutzt. Darüber hinaus zählen die Wälder der Region zu den Ökosystemen des Landes, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind. Wichtige Umweltdienstleistungen sind dadurch gefährdet, vor allem die regionale Trinkwasserversorgung.

Überdies kennzeichnet eine sehr hohe soziale und wirtschaftliche Ungleichheit zwischen der ländlichen und städtischen Bevölkerung die Region. Die Land- und Viehwirtschaft ist auf Selbstversorgung und lokale Märkte ausgerichtet. Die Produktivität ist niedrig. Kleinproduzierende sind zudem nicht ausreichend organisiert und haben kaum Zugang zu landwirtschaftlicher Beratung und Finanzierung.

Ziel

Das Management der Schutzgebiete im zentralen Teil der Region Eje Neovolcánico ist verbessert.

Tourismus im Iztaccíhuatl-Popocatépetl

Vorgehensweise

Für ein effektives Management der Schutzgebiete fördert das Vorhaben die Kompetenzen von Mitarbeitenden der nationalen Schutzgebietsbehörde. Mit Handlungstragenden arbeitet das Projekt daran, die Verfügbarkeit von relevanten Informationen zu verbessern und Managementinstrumente zu standardisieren. Es motiviert außerdem öffentliche, private und gesellschaftliche Verantwortliche dazu, sich am Erhalt der Artenvielfalt zu beteiligen und sich untereinander abzustimmen.

Weiterhin trägt das Vorhaben dazu bei, die Bedeutung von Schutzgebieten strategisch zu kommunizieren. Erfolgsbeispiele werden aufbereitet und verbreitet. Gleichzeitig werden Beteiligte beraten, um umweltgerechte Praktiken in der Viehwirtschaft in Bergregionen und im Tourismus in anderen Regionen zu nutzen.

Viehzüchterin der Region Eje Neovolcánico.

Stand: Mai 2022

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