Ozon- und klimaschädliche Substanzen aus Kühlgeräten umweltgerecht entsorgen

Projektbeschreibung

Titel: Climate and Ozone Protection Alliance on ODS an HFC Banks Management (COPA)
Auftraggeber: Deutsches Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)​​​​​​​
Land: Global, China, Ghana, Kolumbien
Partner: Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO), Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP)
Politischer Träger: Ministry of Environment, Science, Technology and Innovation (MESTI), Ghana; National Ozone Unit, Environmental Protection Agency (EPA), Ghana; Unidad Técnica Ozono, Ministerio de Ambiente y Desarrollo Sostenible (MinAmbiente), Kolumbien; Ministry of Environment Protection/Foreign Economic Cooperation Office (MEP/FECO), Beijing, China
Laufzeit: 2013 bis 2024

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Ausgangssituation

Die Nachfrage nach Kälte- und Klimaanlagen steigt im Globalen Süden stark. Dadurch gibt es immer mehr Geräte und Schaumstoffe, die halogenierte Kohlenwasserstoffe enthalten. Halogenierte Kohlenwasserstoffe sind entweder ozonabbauende Stoffe (ODS) oder haben ein hohes Treibhauspotenzial (Fluorkohlenwasserstoffe, HFKW). Wenn alte Kühlgeräte nicht umweltgerecht entsorgt werden, gelangen Emissionen aus „ODS- und HFKW-Banken", also Restbeständen, ungehindert in die Atmosphäre.

Die Entsorgung von ODS- und HFKW-Banken ist aktuell noch kein Schwerpunktthema der internationalen Klimadebatte. Bisher hat sich die internationale Gemeinschaft im Montrealer Protokoll nur darauf verständigt, die Produktion und den Verbrauch von ODS zu regulieren und in der Kigali-Erweiterung beschlossen, klimaerwärmende FKW zu reduzieren. Eine Vereinbarungen über die Entsorgung vorhandener ODS und (H)FKW fehlt noch.

Ziel

Politische Entscheidungsträger*innen ergreifen Maßnahmen, um ODS- und HFKW-Banken abzubauen und dadurch Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Außerdem integrieren sie den Bereich in ihre nationalen Klimastrategien.

Vorgehensweise

Die Allianz für Ozon- und Klimaschutz (Climate and Ozone Protection Alliance, COPA) bekämpft Emissionen aus alten Kühlgeräten in China, Kolumbien und Ghana.

Im weiteren Projektverlauf werden weitere Länder identifiziert und unterstützt, die ein hohes Minderungspotenzial im Bereich ODS und HFKW aufweisen. Dabei sollen Netzwerke ausgebaut und die Allianz in den Ländern politisch etabliert werden.

COPA setzt vor allem auf die Zusammenarbeit mit Metropolregionen, da dort große Mengen an ODS und HFKW-Altbeständen anfallen.

In der konkreten Umsetzung von Minderungsmaßnahmen arbeitet COPA an Status-quo-Analysen und praktischen Konzepten in ausgewählten Metropolregionen.

Stand: November 2021

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