Produktionsbedingungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie in Asien verbessern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung einer nachhaltigen Textil- und Bekleidungsindustrie in Asien (FABRIC)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)​​​​​​​
Land: Bangladesch, Kambodscha, Myanmar, Pakistan, Vietnam und China
Partner: Nichtregierungsorganisationen, Regierungsorganisationen sowie Organisationen der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft in Asien
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2023

Zwei junge Frauen schauen sich in Myanmar auf einem Handy die „Shwe Job App“ an. Copyright: Sabrina Asche

Ausgangssituation

Die Textilindustrie ist für viele asiatische Länder ein zentraler Wirtschaftszweig und erwirtschaftet je nach Land bis zu 80 Prozent der Exporteinkünfte. Obwohl die Arbeitsbedingungen sehr unterschiedlich sind, teilen die Länder die großen Herausforderungen der Branche: menschenwürdige Bedingungen für die Arbeiter*innen sicherstellen und Umweltbelastungen reduzieren. Da die Industrie weiterwächst, müssen Produktionsbetriebe vor Ort, Wirtschaftsverbände, zuständige Ministerien, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft und internationale Modemarken intensiver zusammenarbeiten.

Ziel

Die Produktionsbedingungen in der asiatischen Textil- und Bekleidungsindustrie sind sozialer und umweltfreundlicher.

An einem Lastwagen hängen zwei Plakate zur COVID-19-Prävention in Myanmar Copyright: FABRIC Project

Vorgehensweise

Entlang gemeinsamer Interessen vernetzt das Projekt Akteure in der asiatischen Textilindustrie. Es zielt darauf ab, ein gemeinsames Verständnis für die Voraussetzungen für Nachhaltigkeit zu entwickeln und Wissen zu teilen. Das geschieht zum Beispiel über das erste interasiatische Netzwerk von Produzentenverbänden (STAR). Physische Konferenzen, zwei digitale Seminarreihen und der Asia Garment Hub als digitale Wissensplattform bieten weitere Möglichkeiten des Austauschs.

Um eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Produktion voranzutreiben, arbeitet das Projekt an Lösungsansätzen im Energie-, Chemikalien und (Ab-)Wassermanagement. Durch digitale Klimaschutztrainings lernen die Produzenten mehr darüber, wie sie ihre Treibhausgasemissionen berechnen und messen können.

Das Vorhaben richtet sich zudem an die Beschäftigten. Es stärkt insbesondere die Textilarbeiterinnen, durch das Angebot von Frauenzentren und Apps zu Arbeitsrechten und Sicherheit am Arbeitsplatz in Myanmar und Kambodscha. Die App in Myanmar erzielte bereits über 16.000 Downloads. Als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie entwickelte das Vorhaben Sofortprogramme zu Resilienz und Kampagnen zur Prävention. So verbesserte es die Arbeitsbedingungen von insgesamt rund 190.000 Beschäftigten und verschaffte ihnen Zugang zu Rechtsberatung und Informationen.

Stand: Dezember 2021

Eine Teilnehmende steht vor einem Whiteboard und hält einen Vortrag zum „Transport Safety Report Launch“ in Vietnam  Copyright: FABRIC Project