Globale Lieferketten: Verantwortung teilen und Sorgfaltspflichten einhalten

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Initiative Globale Solidarität
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Global, Bangladesch, Kambodscha, Serbien, Vietnam
Gesamtlaufzeit: 2021 bis 2024

Ausgangssituation

Wirtschaftliche Beziehungen und Wertschöpfungsketten erstrecken sich über die ganze Welt. Globale Lieferketten bieten Produktionsländern großes Potenzial für deren wirtschaftliche Entwicklung und Vielfältigkeit. Allerdings kommt es in komplexen Liefernetzwerken regelmäßig zur Missachtung menschenrechtlicher, sozialer und ökologischer Standards.

Als Reaktion darauf rücken unternehmerische Sorgfaltspflichten vermehrt in den Fokus von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Faire Produktion und nachhaltiger Konsum entwickeln sich zu Leitbildern für Unternehmen und Verbraucher*innen und werden zunehmend auch gesetzlich verankert. In Deutschland wurde 2021 das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (kurz: Lieferkettengesetz) verabschiedet. Unternehmen sind dazu verpflichtet, Risiken hinsichtlich Menschenrechte sowie Klima und Umwelt in ihren Lieferketten zu analysieren, Verstößen durch angemessene Maßnahmen vorzubeugen und deren Wirksamkeit zu überprüfen.

Ziel

Einkaufende und produzierende Unternehmen arbeiten partnerschaftlich zusammen und teilen sich die Verantwortung für die Einhaltung menschenrechtlicher, sozialer und ökologischer Sorgfaltspflichten.

Vorgehensweise

Alle Aktivitäten der Initiative Globale Solidarität (IGS) zielen darauf ab, einkaufende und produzierende Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Sorgfaltspflichten umzusetzen und gesetzliche Anforderungen einzuhalten. Auf diese Weise will das Vorhaben konkrete Verbesserungen für die Menschen und die Umwelt in den Produktionsländern erreichen.

Die IGS berät produzierende und einkaufende Unternehmen, stellt Netzwerke her und fördert branchenweite Dialoge. Zentrale Bedeutung haben dabei partnerschaftliche Zusammenarbeit und geteilte Verantwortung sowie bessere Standards und höhere Transparenz von Daten. Schwerpunkte sind darüber hinaus lokale Strukturen für Beratungen zum Thema Nachhaltigkeit und unternehmerischer Sorgfalt und die Förderung inner- und außerbetrieblicher Beschwerdemöglichkeiten. Dabei fokussiert sich die IGS auf die Textil- und die Elektronikbranche.

Stand: Dezember 2021