Natur schützen, Biodiversität erhalten

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Schutz und nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen in Äthiopien: Biodiversität
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Äthiopien
Gesamtlaufzeit: 2021 bis 2024

Mitarbeiterin der Baumschule in Gerese – copyright: GIZ / Mulugeta Gebrekidan

Ausgangssituation

Die Bevölkerung in Äthiopien wächst stetig und damit auch der Bedarf an natürlichen Ressourcen. Die illegale und nicht nachhaltige Nutzung führt zur starken Degradierung von Naturschutzgebieten und Wäldern. Dies gefährdet Ökosysteme, welche beispielsweise mit sauberem Wasser und fruchtbarem Boden essenziell zur Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung beitragen. Bisher wird dieser Beitrag allerdings kaum von der Bevölkerung wahrgenommen. Stattdessen werden Schutzgebiete oft als Entwicklungshemmnisse gesehen. Hinzu kommen Finanzierungslücken in der Verwaltung, die es erschweren Naturschutzgebiete effektiv zu managen.

Blick über den Wald des Nech Sar National Park

Ziel

Das Vorhaben unterstützt die zuständigen Institutionen dabei, gemeinsam mit Akteuren anderer Sektoren sowie unter Berücksichtigung der Interessen der lokalen Bevölkerung, Naturschutzgebiete und Wälder nachhaltig zu managen.

Im Wald des Chebera Churchura National Park – copyright: GIZ / Karin Allgoewer

Vorgehensweise

Um die Biodiversität in Äthiopien erhalten zu können, wird auf ihren Wert als Lebensgrundlage für die Bevölkerung aufmerksam gemacht. Zudem werden Institutionen, die für das Management von Schutzgebieten und Wäldern zuständig sind, mit digitalen Lösungen unterstützt, um den Rahmen für eine nachhaltige Beteiligung der Privatwirtschaft an der Finanzierung und dem Management dieser Gebiete zu schaffen.

Das Vorhaben fördert die Kooperation im Schutzgebietsmanagement über verschiedene Sektoren hinweg. So sollen die sozialen, ökonomischen und ökologischen Dimensionen der Beziehung zwischen den Schutz- und Anrainergebieten zusammenhängend betrachtet werden.

Familien, die in unmittelbarer Umgebung der Gebiete leben, werden mit klimaresilienten und legalen Einkommensalternativen unterstützt. Darüber hinaus werden Mechanismen eingeführt, um die lokale Bevölkerung systematisch in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Dies fördert das gegenseitige Verständnis und die Berücksichtigung ihrer Interessen. Dabei werden Frauen besonders berücksichtigt, da sie für die Familienversorgung abhängig von diesen Ressourcen sind, jedoch durch traditionelle Rollenbilder oft nicht mitentscheiden dürfen.

Stand: November 2021

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