Deutsch-Mexikanische Energiepartnerschaft

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Deutsch-Mexikanische Energiepartnerschaft
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Land: Mexiko
Politischer Träger: Mexikanisches Energieministerium (SENER)
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2018

Logo der Deutsch-Mexikanische Energiepartnerschaft © GIZ

Ausgangssituation

Im April 2016 unterzeichneten der deutsche Bundesminister für Wirtschaft und Energie und der mexikanische Energieminister eine Absichtserklärung für eine bilaterale Energiepartnerschaft.

Angesichts der Abhängigkeit Deutschlands von Energieimporten und der Zieltrias der deutschen Energiewende – Treibhausgasreduktion, Ausbau erneuerbarer Energien und Steigerung der Energieeffizienz – ist die Bundesregierung, unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), mehrere bilaterale Energiepartnerschaften eingegangen. Sie unterhält solche Energiepartnerschaften unter anderem mit wichtigen Erzeuger- und Verbraucherländern wie Indien, Marokko, Südafrika, China und Brasilien.

Deutschland ist in der Zusammenarbeit vor allem an der Unterstützung beim Ausbau erneuerbarer Energien und der Verbreitung effizienter Energietechnologien interessiert. Dies trägt sowohl zum Klimaschutz als auch zur Entschärfung des globalen Wettbewerbs um knapper werdende Energierohstoffe bei. Langfristig erhöht sich damit auch Deutschlands Versorgungssicherheit.

Mit einer Bevölkerung von 120 Millionen Einwohnern und einem hohen Anteil des Transport- und Industriesektors am Energieverbrauch zählt Mexiko zu den großen Verbraucherländern. Als weltweit zehntgrößter Erdöl- und Erdgasproduzent ist der mexikanische Energieverbrauch stark von fossilen Energieträgern geprägt.

Gleichzeitig verfügt das Land über ein sehr hohes Potenzial an erneuerbaren Energien. Trotz nationaler Ziele, den Anteil sauberer Energien an der Stromerzeugung bis 2024 auf 35 Prozent zu erhöhen, ist eine dynamische Entwicklung bisher jedoch ausgeblieben.

Vor diesem Hintergrund sowie einer sinkenden Öl- und Gasförderung hat Mexiko 2013 eine grundlegende Energiereform eingeleitet. Im Rahmen einer weitgehenden Marktöffnung des Öl-, Gas- und Stromsektors sollen private Investitionen stark ausgebaut werden. Die mexikanische Regierung wünscht sich, potenzielle Investoren für den Ausbau der Energieinfrastruktur zu gewinnen, und den Erfahrungsaustausch mit Deutschland über die zentralen Energiethemen auszubauen.

Ziel

Deutschland und Mexiko arbeiten bei der Liberalisierung der Strommärkte, der Verbreitung effizienter Energietechnologien, dem Ausbau erneuerbarer Energien und der Transparenz im Öl- und Gassektor erfolgreich zusammen.

Vorgehensweise

Im Juni 2016 fiel der Startschuss zur Deutsch-Mexikanischen Energiepartnerschaft: Das BMWi und das mexikanisches Energieministerium (SENER) einigten sich auf folgende Schwerpunkte der Zusammenarbeit:

  • Liberalisierung der Strommärkte
  • System- und Netzintegration variabler erneuerbarer Energien
  • Energieeffizienz in der Industrie
  • Transparenz im Öl- und Gassektor

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH wurde mit der Umsetzung der Energiepartnerschaft beauftragt und hat ein Energiepartnerschaftssekretariat mit ständigen Ansprechpartnern in Mexiko-Stadt und Berlin eingerichtet. Das Sekretariat fungiert als Anlaufstelle für deutsche und mexikanische Akteure, die sich in die bilaterale Energiepartnerschaft einbringen möchten. Die aktive Mitarbeit, insbesondere der Wirtschaft, ist dabei erwünscht. Firmen können ihre Energietechnologien als Beitrag zur Lösung spezifischer Problemstellungen präsentieren. Darüber hinaus bietet die Energiepartnerschaft eine Plattform, um bilaterale Unternehmenskooperationen anzubahnen.

Der Mehrwert der Energiepartnerschaft, im Vergleich zu anderen Formaten, liegt in der Verknüpfung des hochrangigen Regierungsdialogs mit praktischer, zielorientierter Projektarbeit mit Beteiligung der Wirtschaft.

Deutsch-Mexikanische Energiepartnerschaft © GIZ

Die GIZ berät bei der fachlichen und strategischen Umsetzung der Energiepartnerschaft und organisiert Studienreisen und Workshops. Sie unterstützt die Deutsch-Mexikanische Energiepartnerschaft außerdem durch wissenschaftliche Studien zu ausgewählten Themen und Fragestellungen, die von der Steuerungsgruppe beschlossen werden.