Deutsch-Mexikanische Energiepartnerschaft

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Deutsch-Mexikanische Energiepartnerschaft
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Land: Mexiko
Politischer Träger: Mexikanisches Energieministerium (SENER)
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2022

Logo der Deutsch-Mexikanische Energiepartnerschaft © GIZ

Ausgangssituation

Die Deutsch-Mexikanische Energiepartnerschaft (EP) unterstützt Mexiko beim Ausbau erneuerbarer Energien. Sie ist die zentrale Plattform für den energiepolitischen Dialog zwischen Deutschland und Mexiko und wurde 2016 als Element der gemeinsamen Anstrengungen für eine globale Energiewende vereinbart.

Mit einer Bevölkerung von 125 Millionen Einwohnern und einem verbrauchsstarken Transport- und Industriesektor zählt Mexiko zu den Ländern mit hohem Energieverbrauch. Als weltweit zehntgrößter Produzent von Erdöl und Erdgas ist die Energieversorgung stark von fossilen Energieträgern geprägt. Gleichzeitig verfügt das Land über ein sehr hohes Potenzial an erneuerbaren Energien, das zunehmend ausgeschöpft werden soll.

Die Deutsch-Mexikanische Energiepartnerschaft ist Teil des Globalvorhabens „Unterstützung Bilateraler Energiepartnerschaften in Entwicklungs- und Schwellenländern“. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bei der Umsetzung und konzeptionellen Weiterentwicklung der Energiepartnerschaften mit Algerien, Brasilien, Chile, China, Jordanien, Indien, Marokko, Mexiko, Südafrika und Tunesien. Zudem hilft die GIZ dabei, den Dialog mit weiteren Entwicklungs- und Schwellenländern aufzubauen.

Ziel

Die Deutsch-Mexikanische Energiepartnerschaft trägt zur Digitalisierung und Dezentralisierung der Energiebranche bei. Sie fördert den Ausbau erneuerbarer Energien und die Nutzung von effizienteren Energietechnologien. 

Vorgehensweise

Schwerpunktthemen der Energiepartnerschaft sind unter anderem:

  • Inklusiver Stromsektor
  • Integration variabler erneuerbarer Energien
  • Energieeffizienz in der Industrie
  • Information und Transparenz im Öl- und Gassektor
  • Beteiligung an internationalen Foren

Die Energiepartnerschaft fördert den politischen und fachlichen Dialog zu diesen Themenschwerpunkten durch Veranstaltungen, Studien, Delegationsreisen und Kommunikation in den sozialen Medien.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das Ministerium für Energie (SENER) sind für die Partnerschaft verantwortlich. Zudem beteiligen sich Bundesstaaten, Privatwirtschaft sowie Fachleute aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Mit Unterstützung der GIZ wurde ein Sekretariat mit Sitz in Mexiko-Stadt und Berlin eingerichtet, das die Partnerschaft koordiniert. Es dient den Akteur*innen als erste Anlaufstelle und Informationsplattform für alle Aktivitäten der Zusammenarbeit. 

Wirkungen 

Die Energiepartnerschaft hat sich zu einer zentralen Austauschplattform für die Energiewende entwickelt. Während zunächst der politische Dialog im Zentrum stand, rücken seit 2019 die thematische Arbeit mit Fachleuten beider Länder in den Fokus, besonders zu den Themen Dezentralisierung und Digitalisierung.

Durch eine Reihe von Fachveranstaltungen zu den Themen Digitalisierung, Innovation, Cybersicherheit und Blockchain ermöglichte die EP den Austausch von mehreren hunderten mexikanischen Fachleuten mit Gästen aus Deutschland und anderen Ländern. Anschließend lud die Partnerschaft zum Sommerempfang 2019 in Mexiko-Stadt. Unter dem Titel „Trends im Energiesektor: Innovation und Digitalisierung“ fanden sich Teilnehmende aus Regierung, Privatwirtschaft, Zivilgesellschaft sowie den Botschaften mehrerer Länder zusammen. Wenige Monate später konnten die Diskussionen bei einem weiteren Austausch mit 200 Fachleuten vertieft werden.

Die zu diesen Themen erstellten Publikationen bieten Denkanstöße für Vertreter*innen von Regierung, Privatsektor und Zivilgesellschaft. So zum Beispiel die Publikation „Blockchain meets Energy“, die das Sekretariat der Energiepartnerschaft in Montevideo Im Juli 2019 präsentierte.

Deutsch-Mexikanische Energiepartnerschaft © GIZ

Die Energiepartnerschaft fördert die Beteiligung der mexikanischen Bundesstaaten am internationalen Fachdialog zur Energiewende. Im November 2019 beteiligten sich daher die Präsidentin des mexikanischen Solarverbandes sowie der Vizeumweltminister des Bundesstaates Puebla an der Konferenz „EnergyTransitions in Latin America: drivers, opportunities & challenges“, die von der International Energy Agency (IEA) in Kooperation mit der Deutsch-Brasilianischen Energiepartnerschaft organisiert wurde.