Energising Development – Programm für Energiezugang

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Energising Development (EnDev)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: 21 Länder; Afrika: Äthiopien, Benin, Burundi, DR Kongo, Kenia, Liberia, Madagaskar, Malawi, Mali, Mosambik, Ruanda, Senegal, Tansania, Uganda; Asien: Bangladesch, Indonesien, Kambodscha, Laos, Nepal, Vietnam; Lateinamerika: Bolivien
Politischer Träger: Energieministerien in den Projektländern oder vor Ort zuständige Ministerien
Gesamtlaufzeit: 2005 bis 2021

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Ausgangssituation

Weltweit haben mehr als eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu Elektrizität. Fast drei Milliarden Menschen sind beim Kochen und Heizen auf Holz, Holzkohle und Pflanzenreste angewiesen. Dieser Mangel wirkt sich dramatisch auf die Lebensqualität, Umwelt, Gesundheit, Bildung und Einkommensmöglichkeiten der Betroffenen aus. Ohne den Zugang zu nachhaltiger Energie können die Ziele der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen nicht erreicht werden.

Ziel

Bis Ende 2021 haben 22 Millionen Menschen in den Partnerländern nachhaltigen Zugang zu moderner Energie.

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Vorgehensweise

Die Partnerschaft “Energising Development” (EnDev) baut lokale Märkte zur Verbreitung von erneuerbaren Energien und effizienteren Technologien für Haushalte, soziale Einrichtungen und Unternehmen auf. EnDev ist derzeit in 21 Partnerländern auf drei Kontinenten (Afrika, Asien und Lateinamerika) aktiv.

Sechs Geber unterstützen das Projekt. Neben dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sind beteiligt: Generaldirektion für internationale Zusammenarbeit des niederländischen Außenministeriums (DGIS), Norwegische Agentur für Entwicklungszusammenarbeit (NORAD), Britisches Ministerium für internationale Entwicklung (DFID), Schweizerische Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) sowie die Schwedische Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit (SIDA).

EnDev orientiert sich dabei an den nationalen Energiezielen und strategischen Plänen der Partnerländer, wie: 

  • Strategiepläne für Energie, Waldwirtschaft, Gesundheit, Umwelt und Klima
  • National definierte Beiträge zur Agenda 2030 der Vereinten Nationen im Bereich Energie (SDG7)
  • National definierte Beiträge zur Treibhausgasminderung

Das Programm berücksichtigt zudem Aktivitäten nationaler Akteure aus Politik, der Bevölkerung und der Privatwirtschaft. Es leistet einen Beitrag zu 13 der insgesamt 17 Ziele der Agenda 2030.

Lösungen, die EnDev innerhalb der Ländermaßnahmen fördert, umfassen Solarsysteme von Kleinst- bis hin zu mittelgroßen Photovoltaiksystemen und Solarthermie, Anschluss an das nationale Stromnetz, Kleinwasserkraft, Biogas und energieeffiziente Kochherde. Neben der Nachhaltigkeit des Energiezugangs und messbaren Wirkungen stehen für EnDev ebenso Ergebnisorientierung und Wettbewerbscharakter im Mittelpunkt. Das Projekt fördert dabei Maßnahmen, die besonders effizient sind. Der Wettbewerb innerhalb des Programms ermöglicht eine den Leistungen entsprechende Mittelverteilung. Das umfassende Monitoring dient als transparenter Fortschrittsbericht und als Entscheidungsgrundlage für die Mittelverteilung sowie die strategische Planung.

Bei der Umsetzung der Projekte in den Partnerländern arbeitet EnDev eng mit der Privatwirtschaft, Nichtregierungsorganisationen und der Wissenschaft zusammen. Partner unterstützen unter anderem den Aufbau des lokalen Marktes, Schulungen einheimischer Expert*innen sowie die Verbreitung der geförderten Technologien.

Wirkung

Bis Dezember 2018 haben mehr als 21 Millionen Menschen in Privathaushalten Zugang zu Elektrizität oder verbesserter Kochenergie erhalten. Mithilfe von EnDev verfügen darüber hinaus rund 21.000 soziale Einrichtungen sowie 46.000 kleine und mittelständische Unternehmen über nachhaltigen Zugang zu energie-effizienter, nachhaltiger und zuverlässiger Energie Das Programm hat mehr als 40.500 Herdhersteller*innen, Handwerker*innen und Händler*innen ausgebildet. Mit den unterstützten Technologien werden pro Jahr über 2,3 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht dem Anpflanzen von fünf Milliarden Bäumen.

Seit 2005 führt EnDev in verschiedenen Länderprojekten Monitoring und Wirkungsstudien durch. Erfolge des Programms sind somit nachvollziehbar und sichtbar. Zu diesen gehören:

  • Mehr Zeit für produktive und einkommensschaffende Tätigkeiten
  • Bessere Lernbedingungen in Bildungseinrichtungen durch Licht und Computer 
  • Mehr Produktivität durch weniger Arbeitsbelastung
  • Weniger Raumluftverschmutzung und Atemwegserkrankungen durch verbesserte Kochherde für 6,4 Millionen Menschen, davon drei Millionen Frauen und Kinder
  • Weniger Unfälle mit Verbrennungen durch Kerosinlampen
  • Bessere medizinische Versorgung durch die Elektrifizierung von Krankenstationen
  • Reduktion kurzlebiger Klimagase und CO2-Emissionen 
  • Mehr als 11.000 neue und langfristige Arbeitsplätze.
     

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