Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative (DAJ)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative (DAJ)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union; Pilotländer: Benin, Südafrika, Tansania
Politischer Träger: Kommission der Afrikanischen Union
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2019

Ausgangssituation

Afrika ist der jüngste Kontinent der Welt. Etwa 70 Prozent der Bevölkerung in Subsahara-Afrika sind unter 30 Jahren alt. Junge Menschen sind entscheidende Akteure bei der Gestaltung einer nachhaltigen politischen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Entwicklung des Kontinents. Ein großer Teil der jungen Frauen und Männer hat bislang jedoch keinen Zugang zu hochwertiger, kompetenzorientierter (beruflicher) Bildung und existenzsichernder Arbeit und ist von gesellschaftlicher und ökonomischer Teilhabe ausgeschlossen.

In ihrer Agenda 2063 haben sich die Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union (AU) das Ziel gesetzt, einen besseren Zugang zu Bildung, Ausbildung und Kompetenzentwicklung, Beschäftigung und wirtschaftlichen Möglichkeiten sowie zu Freizeit- und Kulturangeboten für Afrikas Jugend zu schaffen.

Pädagogisch fundierte Jugendaustausche und Freiwilligendienste können junge Menschen dabei unterstützen, ihren persönlichen Horizont zu erweitern sowie lebens- und beschäftigungsrelevante Kompetenzen zu erwerben und an nachhaltigen Entwicklungsprozessen zu partizipieren. Der Austausch zwischen afrikanischen und deutschen Jugendlichen findet bislang allerdings häufig unter strukturell und wirtschaftlich ungleichen Voraussetzungen statt.

Dialog und Konzepte für breitenwirksamen, kompetenzfördernden Jugendaustausch und Freiwilligendienst sind auf dem afrikanischen Kontinent noch wenig entwickelt. Die Rahmenbedingungen für eine gleichberechtigte Teilhabe afrikanischer Partner und Jugendlicher an der Gestaltung afrikanisch-deutscher Jugendaustausche und Freiwilligendienste für nachhaltige Entwicklung sind noch nicht ausreichend.

Ziel

Die Rahmenbedingungen für eine gleichberechtigte Teilhabe afrikanischer Partner und Jugendlicher an der Gestaltung afrikanisch-deutscher Jugendaustausche und Freiwilligendienste im Kontext von nachhaltiger Entwicklung sind verbessert.

Vorgehensweise

Die Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative wird in Deutschland und Afrika umgesetzt. Engagement Global koordiniert den Aufbau der Initiative, um partnerschaftlich geprägte Jugendbegegnungen zwischen afrikanischen Ländern und Deutschland zu ermöglichen. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stärkt die GIZ Ressourcen, Kompetenzen und Leistungsfähigkeit in den Partnerstrukturen. Das Vorhaben, mit Hauptsitz in Addis Abeba, arbeitet panafrikanisch sowie zunächst in den drei Pilotländern Benin, Südafrika und Tansania. Es orientiert sich an der Agenda 2063 der AU, der Afrikanischen Jungendcharta (2006), dem Aktionsplan der Afrikanischen Jugenddekade (2009-2018) sowie den nationalen Jugendstrategien der Pilotländer.

Die Beratung des Vorhabens stärkt die fachlichen Kompetenzen sowie die Planungs- und Managementfähigkeiten der Abteilung für Human Resources, Science and Technology der AU-Kommission sowie der drei zivilgesellschaftlichen Durchführungsorganisationen in den Pilotländern.

Das Vorhaben arbeitet in drei aufeinander bezogenen Handlungsfeldern:

  1. Erweiterung des Angebots für panafrikanische kompetenzfördernde Freiwilligendienste und Jugendaustausche
  2. Stärkung von fachlichen Kompetenzen sowie Planungs- und Managementfähigkeiten bei den Durchführungsorganisationen in drei Pilotländern: zur Unterstützung kompetenzfördernder afrikanisch-deutscher sowie drei-, und mehrseitiger Freiwilligendienste und Jugendaustausche sowie von Engagementförderung und Vernetzung
  3. Vernetzung afrikanischer und deutscher Partner für Freiwilligendienste und Jugendaustausche

Die Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative unterstützt junge Frauen und Männer dabei, ihre Potenziale zu entfalten sowie an politischen und gesellschaftlichen Entwicklungsprozessen zu partizipieren: durch Jugendaustauschprojekte, Freiwilligendienste und Rückkehreraktivitäten mit entwicklungspolitischem Fokus.