Existenzgrundlage für Rückkehrer sichern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Verbesserung der Lebensgrundlage und Rahmenbedingungen für rückkehrende Flüchtlinge und die ortsansässige Bevölkerung in der Provinz Ninewa im Nord Irak
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Irak
Politischer Träger: Ministerium für Planung der autonomen kurdischen Regierung
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2018

Ausgangssituation

Die Provinz Ninewa war seit Anfang 2014 Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) und anderen islamistischen Gruppen. In der Folge dieser Auseinandersetzungen flohen mindestens 600.000 der ehemalig rund 3,2 Millionen Einwohner.

Die Basisinfrastruktur in den Gemeinden ist größtenteils zerstört. Als Folge dessen sind soziale Dienstleistungen wie Gesundheitsversorgung und Bildung nur noch rudimentär verfügbar. Außerdem kommt erschwerend hinzu, dass weite Teile des Gebietes vermint sind.

Ziel

Soziale und ökonomische Grundlagen für Rückkehrer und die lokale Bevölkerung sind kontextsensibel verbessert.

Vorgehensweise

Mit der Welthungerhilfe als Partnerin vor Ort führt die GIZ „Cash for Work“-Maßnahmen durch, um die Basisinfrastruktur wiederherzustellen und besonders bedürftigen Menschen der Provinz Ninewa temporäre Einkommen zu geben. Es wird darauf geachtet, Frauen und Männer gleichermaßen einzustellen, um die gesellschaftliche Situation zu stabilisieren. Die Teilnehmenden verfügen über Bargeld und unterstützen damit die lokale Wirtschaft. Besonders bedürftige Haushalte, die kein arbeitsfähiges Familienmitglied haben, erhalten temporär direkte finanzielle Unterstützung.

Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Stärkung des sozialen Zusammenhaltes zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen in den Gemeinden. Zur Förderung werden bei Entscheidungsprozessen Vertreter alle Bevölkerungsgruppen eingebunden. Darüber hinaus werden verschiedene soziale Aktivitäten angeboten.