NDC Assist II – Nationale Klimabeiträge finanzieren und umsetzen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: NDC Assist II – Stärkung der Finanzierung und Umsetzung nationaler Klimabeiträge
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Kofinanziert von: Ministry of Foreign Affairs and Trade (MFAT), Neuseeland
Land: Global
Gesamtlaufzeit: 2021 bis 2023

Logo der NDC-Partnerschaft

Ausgangssituation

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Mit dem Pariser Klimaabkommen von 2015 verpflichten sich erstmals fast alle Länder der Welt, gemeinsam zu handeln: Sie wollen die globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius, möglichst 1,5 Grad Celsius begrenzen und sich an die Folgen des Klimawandel anpassen. Zu dem Zweck sind die Vertragsstaaten verpflichtet, eigene nationale Klimabeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs) zu entwickeln, umzusetzen und schrittweise ehrgeiziger zu gestalten. Das Pariser Klimaabkommen zielt außerdem darauf ab, öffentliche und private Finanzflüsse mit einer emissionsarmen und klimaresilienten Entwicklung in Einklang zu bringen.

Um Entwicklungs- und Schwellenländer dabei zu unterstützen, ihre Klimaziele im Einklang mit den nachhaltigen Entwicklungszielen der Agenda 2030 zu erreichen, haben das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) zusammen mit weiteren Partnern 2016 die globale NDC-Partnerschaft ins Leben gerufen.

Photovoltaik-Module des Kalobeyei-Solarkraftwerks in Kenia.

Von 2016 bis 2020 unterstützte die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ausgewählte Mitglieder der NDC-Partnerschaft dabei, ihre nationalen Klimabeiträge umzusetzen und seit 2019 auch dabei, diese ehrgeiziger zu gestalten. So wurde in Kenia der Nationale Klimaaktionsplan (National Climate Change Action Plan) entwickelt, die regionale NDC-Finanzinitiative für die Karibik (NDC Finance Initiative for the Caribbean) aufgebaut, sowie das pakistanische Ministerium für Klimawandel (Ministry of Climate Change) gestärkt. Um den Klimaschutz und die Klimafinanzierung noch weiter voranzubringen, fördert die GIZ auch ab 2021 die NDC-Partnerschaft.

Ziel

Mitgliedsländer und Akteure der globalen NDC-Partnerschaft sowie der Privatwirtschaft sind besser in der Lage, nationale Klimabeiträge (NDCs) zu finanzieren und umzusetzen.

Vorgehensweise

NDC Assist II unterstützt ausgewählte Mitgliedsländer und Akteure der NDC-Partnerschaft dabei, ihre Klimabeiträge (NDCs) zu finanzieren und umzusetzen. Dazu berät das Vorhaben fachlich und strategisch zu Finanzierungsstrategien und Investitionsplänen oder dazu Klimaziele in Konjunkturprogramme zu integrieren.

Tsunami-Beschilderung für den besten Fluchtweg in Indonesien.

Weiterhin fördert das Vorhaben private Akteure darin, Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel zu finanzieren. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die dafür Technologien oder Dienstleistungen anbieten, erhalten eine auf sie zugeschnittene Förderung zur Skalierung ihrer Geschäftsmodelle. Investoren, die in das Klima investieren (Impact investors), werden dabei unterstützt, Geschäftsmöglichkeiten für die Klimaanpassung zu identifizieren und auszubauen. Gleichzeitig wird das Vorhaben mit dem Kapitalbeteiligungsfonds (Private-Equity-Fonds) CRAFT (Climate Resilience and Adaptation Finance & Technology Transfer Facility) der Lightsmith Group kooperieren.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt darin, Wissen und Erfahrungen aus der Zusammenarbeit in der NDC-Partnerschaft und mit der Privatwirtschaft zu verbreiten. Ziel ist zudem, alle Aktivitäten des Vorhabens geschlechtergerecht zu gestalten.

Zu den Partnern des Vorhabens zählen Finanz- sowie Umweltministerien in Albanien, Burkina Faso, Indonesien und Kenia sowie Regionalorganisationen in der Karibik und im Pazifik. In der pazifischen Region erhält das Projekt zusätzliche finanzielle Mittel vom neuseeländischen Außen- und Handelsministerium (Ministry of Foreign Affairs and Trade, MFAT).

 

Stand: Dezember 2020

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