Pilotprojekt zur Verkehrswende

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie als Beitrag zur Verkehrswende in China – Pilotumsetzung in der Jing-Jin-Ji-Region
Auftraggeber: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infastruktur (BMVI)
Land: Volksrepublik China
Politischer Träger: Ministerium für Verkehr der Volksrepublik China
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2019

giz2017_Tianjin Port

Ausgangssituation

Der Verkehrssektor ist ein wichtiger Impulsgeber in China. Er schafft Arbeitsplätze und bringt technologischen Fortschritt. Klima- und Umweltprobleme haben diese Entwicklung jedoch abgeschwächt. Luftverschmutzung, Unfälle, Lärm und Staus belasten vor allem die Menschen, die in Chinas Megastädten und entlang der Küsten und Wasserstraßen leben oder arbeiten. Weniger wahrnehmbar, aber nicht minder einflussreich sind die CO2-Emissionen von Verbrennungsmotoren. Die damit verbundenen negativen sozialen, ökologischen und klimatischen Auswirkungen stellen für politische Entscheidungsträger weltweit eine Herausforderung dar. Energiesicherheit, Klimaschutz und Luftqualität müssen ebenso berücksichtigt werden wie Wirtschaftlichkeit, Wachstum und Akzeptanz. Ein Ziel der Verkehrspolitik Chinas besteht darin, die Mobilität zu erleichtern und dafür zu sorgen, dass sie ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltig ist.

Ein deutsch-chinesischer Dialog untersucht Möglichkeiten für eine Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie (MKS) in China. Wie können politische Entscheidungsträger eine zukunftssichere Mobilität weiter vorantreiben? Was kann der Verkehrssektor vom Energiesektor als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit lernen? Welche Antriebstechnologien, Kraftstoffe, Maßnahmen und Regelungen sind bereits vorhanden und zukunftsfähig? Diese Schlüsselthemen gehören zu den Hauptfragen, die durch die MKS der Bundesregierung beantwortet werden. Im Januar 2017 fiel der Startschuss für ein MKS-Pilotprojekt in China, das die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aufbaut. Es folgt auf ein Vorhaben, in dem die GIZ in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Verkehrsministerium und dessen Think Tank TPRI (Transport Planning and Research Institute) aktuelle Entwicklungstrends, Hindernisse und Barrieren sowie Perspektiven der Schlüsselsegmente für eine MKS in China identifizierte.

Ziel

Die chinesische Regierung setzt das Projekt in einer Pilotregion Jing-Jin-Ji um. Als Beispiel dient die deutsche Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie.

Vorgehensweise

Das Projekt leistet einen Beitrag zur Energiewende im chinesischen Verkehrssektor. Dafür setzt die chinesische Regierung eine MKS in der Jing-Jin-Ji-Region um und bindet die Ergebnisse in den Politik- und Fachdialog ein. Zunächst legen technische Kurzstudien zu Mobilitätsthemen und Kraftstofffragen die wissenschaftlichen Grundlagen für eine solche Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie. Darüber hinaus wird die Nationale Organisation für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) GmbH beim Aufbau des virtuellen Sino-German Electromobility Innovation and Support Centers (SGEC) unterstützt.