ProQR - Klimaneutrale alternative Kraftstoffe fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Klimaneutrale Alternative Kraftstoffe (ProQR)
Auftraggeber: BMU – Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Land: Brasilien
Politischer Träger: Brasilianisches Ministerium für Wissenschaft, Technologie, Innovation und Kommunikation (MCTIC)/ Ministério da Ciência, Tecnologia, Inovações e Comunicações (MCTIC)
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2022

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Ausgangssituation

In Brasilien steigt die Nachfrage nach Kraftstoffen im Transportbereich jährlich um etwa fünf Prozent. Im Flugverkehr ist das Wachstum noch stärker – es entstehen neue Verbindungen in immer entlegenere Gebiete. Das beschleunigt den Klimawandel und bringt enorme logistische Herausforderungen für die Treibstoffversorgung mit sich.

Die Flugbranche hat sich zu einem klimaneutralen Wachstum verpflichtet, was mittelfristig nur durch den Einsatz von nicht-fossilen Treibstoffen möglich ist. Auch bei steigender Produktion von Ethanol und Biodiesel: Biokraftstoffe können die wachsende Nachfrage nur bedingt befriedigen.

Ziel

Ein international nutzbarer Referenzfall für dezentrale Herstellung und Anwendung strombasierter erneuerbarer Treibstoffe für den Luftverkehr ist geschaffen.

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Vorgehensweise

Eine mögliche Lösung für klimafreundlichen Luftverkehr sind strombasierte, erneuerbare Treibstoffe, hergestellt mittels Wind- und Solarenergie. Brasilien besitzt dafür beste Voraussetzungen: Im gesamten Land gibt es reichlich Sonneneinstrahlung für Photovoltaik, vielerorts beständigen Wind oder andere klimafreundliche und kostengünstige erneuerbare Energiequellen.

Dezentrale kleine Anlagen, die mit erneuerbarem Strom Treibstoffe für die Luftfahrt herstellen, tragen nicht nur zur Klimaneutralität der Luftfahrt bei, sondern können an abgelegenen Orten schon heute wirtschaftlich produzieren. Das Kernelement ist eine Demonstrationsanlage in Brasilien. Das Projekt begleitet die Planung, Finanzierung sowie den Bau und Betrieb dieser Anlage. Perspektivisch sollen Anlagen dieser Art in Serie gefertigt, an schwer zugänglichen Flughäfen im Amazonasgebiet zum Einsatz kommen.

Durchführungspartner sind auf brasilianischer Seite das Ministerium für Wissenschaft, Technologie, Innovationen und Kommunikation (MCTIC) sowie die nationale Regulierungsbehörde für Erdöl, Erdgas und Biokraftstoffe (ANP). Auf deutscher Seite ist neben der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH das Deutsche Zentrum für Luft– und Raumfahrt (DLR) beteiligt.

Wirkungen

Das Projekt bindet von Anfang an verschiedene brasilianische Ministerien, Behörden, Universitäten und andere öffentliche Einrichtungen sowie Verbände und Unternehmen ein. Alle beteiligten Partner tragen dazu bei, Technologien für klimaneutrale Kraftstoffe weiterzuentwickeln und fachliches Wissen aufzubauen

Das Projekt erbringt unter realen Bedingungen den Nachweis, dass Herstellung und Anwendung von strombasierten erneuerbaren Kraftstoffen wirtschaftlich möglich sind. Daraus erschließen sich neue Möglichkeiten für die Luftfahrt und andere Verkehrsbereiche ohne Potenzial für Elektromobilität.

Die Wirkungen tragen zu einem CO2-freien Verkehr bei – in Brasilien und weltweit.

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