Klimaschutz in der mexikanischen Städtepolitik (CiClim)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Klimaschutz in der mexikanischen Städtepolitik
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
Land: Mexiko
Partner: Ministerium für Agrarische, Territoriale und Städtische Entwicklung (SEDATU)
Politischer Träger: Mexikanische Agentur für Internationale Entwicklungskooperation (AMEXCID)
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2021

Ausgangssituation

Bereits heute lebt 80 Prozent der mexikanischen Bevölkerung in Städten. Die Art und Weise wie sich diese Städte entwickeln, beeinflusst immer stärker die Lebensqualität ihrer Bürger. Zersiedelung, der Verlust von Grünflächen und städtische Verkehrsprobleme verstärken sich gegenseitig und sind die Folgen einer nicht zeitgemäßen Stadtplanung. Städte leiden an den Folgen des Klimawandels und verursachen gleichzeitig 70 Prozent der Treibhausgas-emissionen. Daher sind Städte von entscheidender Bedeutung für eine nachhaltige und klimaschonende Entwicklung.

Ziel

Die mexikanische Regierung verbessert die Planung und Umsetzung von Strategien und Maßnahmen für den Klimaschutz in der Stadtpolitik.

Vorgehensweise

Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und als Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) arbeitet die GIZ mit Akteuren aller drei Regierungsebenen an der Verbesserung der Stadtplanung. Dadurch sollen die negativen Auswirkungen des Klimawandels für die Bevölkerung gemindert und gleichzeitig die Lebensqualität gesteigert werden. Zudem tragen Städte verstärkt zum Klima- und Umweltschutz bei.

Die GIZ berät das Stadtentwicklungsministerium SEDATU, das Umweltministerium SEMARNAT und fünf lokale Regierungen in Mérida, Hermosillo, Tlaquepaque, León und Morelia. Das Programm begleitet Planungs- und Entscheidungsprozesse, fördert den Erfahrungsaustausch und trägt damit zu einer verbesserten Zusammenarbeit der verschiedenen Regierungsebenen bei.

Das Programm CiClim arbeitet in drei Themenfeldern: Klimafreundliche Stadtplanung, Erhalt von städtischen Ökosystemleistungen sowie nachhaltige städtische Mobilität.

CiClim spezialisiert sich auf die Umsetzung von Projekten auf kommunaler Ebene und orientiert sich dabei an den Bedürfnissen der Regierungen und der Gesellschaft. Auf lokaler und nationaler Ebene werden innovative Modelle entwickelt, die dazu beitragen, grüne, lebenswerte und inklusive Städte zu schaffen, die sich durch ein effizientes Verkehrssystem und einen schonenden Umgang mit Ressourcen auszeichnen.

Wirkungen

Grüne Infrastruktur kann zu einer besseren Stadtplanung beitragen, die gleichzeitig dem Klimawandel entgegenwirkt. Um die vielfältigen Potenziale für Umwelt und Gesellschaft in Städten nutzbar zu machen, ist es daher wichtig, grüne Infrastruktur in die Städtepolitik Mexikos zu integrieren.

Im März 2018 trafen sich Vertreter aus Politik, Wissenschaft und dem Privatsektor sowie internationale Experten in Mexiko-Stadt und tauschen sich auf dem Internationalen Forum für grüne Infrastruktur und Klimawandel zu relevanten Themen und erfolgreichen Modellprojekten aus.

In der Folge erarbeitete die GIZ zusammen mit dem Stadtentwicklungsministerium SEDATU und dem Umweltministerium SEMARNAT eine Roadmap zur Umsetzung „grüner Infrastruktur“ in mexikanischen Städten.