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Mexiko

Die GIZ vor Ort

Nationale Mitarbeiter*innen: 209
Internationale Mitarbeiter*innen: 27​​​​​​​​​​​​​​
Integrierte Fachkräfte: 3

(Stand: 31.12.2021)

Seit den 1970er Jahren arbeiten Deutschland und das wirtschaftlich aufstrebende Schwellenland Mexiko erfolgreich zusammen. Seit 1997 berät die GIZ die mexikanische Regierung im Auftrag der deutschen Bundesregierung. 

Als Mitglied der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) spielt Mexiko im globalen Kontext eine zunehmend wichtige Rolle. Das Land engagiert sich stark bei internationalen Verhandlungen und bildet damit eine Brücke zwischen Entwicklungs- und Industrieländern. Als Ausrichter des ersten Spitzentreffens der Global Partnership for Effective Development Co-operation im April 2014 hat Mexiko seine Rolle als engagierter globaler Akteur unterstrichen. Im Jahr 2016 wird die 13. Vertragsstaatenkonferenz zur Umsetzung der Biodiversitäts-Konvention in Mexiko stattfinden.

Für Deutschland spielt Mexiko als zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas (weltweit an 14. Stelle) und bedeutendste Exportnation der Region eine entscheidende wirtschaftliche und politische Rolle. Seit 1994 hat das Land zahlreiche multi- und bilaterale Wirtschaftsabkommen unterzeichnet, unter anderem das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) mit den USA und Kanada sowie Abkommen mit der Europäischen Union (EU). Nach den USA ist Deutschland der wichtigste Investor und zugleich der bedeutendste EU-Handelspartner Mexikos. Aufgrund der Attraktivität für Auslandsinvestitionen engagieren sich gegenwärtig rund 1.900 Unternehmen mit deutschem Kapital im Land.

Auch in den Bereichen Umweltschutz, Erneuerbare Energien und im Kampf gegen den Klimawandel haben sich Mexiko und Deutschland als wichtige Partner etabliert: Bei Umwelt- und Klimathemen gehören beide weltweit zu den Pionieren und übernehmen gemeinsam eine Vorreiterrolle bei der Bekämpfung der Auswirkungen des Klimawandels. So hat sich die mexikanische Regierung das ambitionierte Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um die Hälfte gegenüber dem Jahr 2000 zu reduzieren.

Als globaler Entwicklungspartner und aufgrund seines internationalen Engagements, nicht zuletzt bei Umwelt- und Klimathemen, gehört Mexiko zu den Schwerpunktländern des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI). Vor allem in ihrem Auftrag unterstützt die GIZ die mexikanischen Partner in Projekten zu nachhaltiger Energie, Umwelt- und Ressourcenschutz, insbesondere in den Bereichen städtisch-industrieller Umweltschutz, Erhalt der Biodiversität und Klimawandel.

Als Schwellenland ist Mexiko auch nicht mehr ausschließlich Empfänger von Geldern der internationalen Zusammenarbeit: Mit der Gründung der mexikanischen Entwicklungsagentur AMEXCID hat Mexiko 2011 sein Engagement als Geber systematisch ausgeweitet. Im Auftrag des BMZ unterstützt die GIZ AMEXCID in der Gestaltung der mexikanischen Entwicklungspolitik sowie durch die gemeinsame Umsetzung von Dreieckskooperationen: Hier tritt Mexiko gemeinsam mit Deutschland als Geber auf und gibt Erfahrungen und Wissen an andere Länder der Region weiter.

Weitere wichtige Bereiche der deutsch-mexikanischen Zusammenarbeit sind die Kooperation mit der Privatwirtschaft und die Förderung einer dualen Berufsbildung, die sich an den deutschen Erfahrungen orientiert . Auch Maßnahmen zur Förderung der guten Regierungsführung und zur Stärkung der Zivilgesellschaft sowie das gemeinsame Engagement in Prozessen der globalen Entwicklungsagenda gewinnen an Bedeutung in der Zusammenarbeit, wie beispielsweise im Post-2015-Prozess zur Definition der zukünftigen Ziele für nachhaltige Entwicklung.

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Projekte und Programme

Die deutsche Bundesregierung unterstützt Mexiko sowohl beim Schutz der biologischen Vielfalt im „grünen Umweltsektor“ als auch beim städtisch-industriellen Umweltschutz im „braunen Sektor“.

Im grünen Umweltsektor werden Korridore zwischen Schutzgebieten eingerichtet und die institutionelle Leistungsfähigkeit gestärkt. Dies dient nicht nur der Biodiversität sondern trägt auch zu einer nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen bei. Dabei unterstützt die GIZ die ökonomische Bewertung der biologischen Vielfalt und andere innovative Lösungsansätze.

Zur Überwindung der gravierenden Umweltprobleme in den Städten werden nachhaltige Lösungen zum städtisch-industriellen Umweltschutz entwickelt. Damit wird ein Beitrag zum grünen Wachstum in Mexiko geleistet. 

Deutschland und Mexiko arbeiten eng bei der Entwicklung und Einführung von Politiken zum Klimaschutz sowie zur Anpassung an den Klimawandel zusammen. Dabei setzt Mexiko mit national angepassten Maßnahmen zur Emissionsminderung (NAMAs) in Schlüsselsektoren wie im sozialen Wohnungsbau, bei Klein- und Mittelständischen Unternehmen sowie im Straßengüterverkehr weltweit Maßstäbe.

Durch Regierungsberatung und den Aufbau von Partnerschaften unter anderem mit deutschen Bundesstaaten stärkt die GIZ im Auftrag der deutschen Bundesregierung die mexikanische Klimaschutzpolitik und ihre Umsetzung. 

Mexiko hat sich in seiner Energiereform und der Nationalen Energiestrategie ambitionierte Ziele gesetzt: Bis 2024 sollen insgesamt 35 Prozent der Energiekapazität aus sauberen Energiequellen erzeugt werden. Das große Potenzial zur Erhöhung der Energieeffizienz und zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen wird bisher noch zu wenig genutzt.

Die GIZ unterstützt im Auftrag der deutschen Bundesregierung die mexikanischen Partner dabei, die Nachhaltigkeit des Energiesystems zu erhöhen sowie erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu fördern. Dazu sollen rechtliche Rahmenbedingungen verbessert, Förder- und Verbreitungsprogramme umgesetzt sowie Weiterbildungs-, Ausbildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen gestärkt werden. 

Die GIZ unterstützt die mexikanische Regierung beim Ausbau ihrer politischen Gestaltungskompetenzen in der internationalen Kooperation. Im Mittelpunkt steht die mexikanische Entwicklungsagentur AMEXCID in ihrer Rolle als Koordinatorin der Kooperationspolitik des Landes. Im Rahmen von Dreieckskooperationen werden darüber hinaus gemeinsam mit den mexikanischen Partnern Ansätze für die internationale Zusammenarbeit erprobt. 

Die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung Mexikos zu sichern und die Zusammenarbeit mit mexikanischen und internationalen Wirtschaftsakteuren zu stärken, sind Schlüsselelemente der mexikanisch-deutschen Zusammenarbeit.

Die regionale Kooperationsplattform mit der Wirtschaft Lateinamerika Nord unterstützt in Zusammenarbeit mit Wirtschaftsakteuren aus Deutschland, Mexiko und Zentralamerika die Verbreitung und den Zugang zu Umwelt- und Klimatechnologien. Darüber hinaus fördert die deutsche Zusammenarbeit in Mexiko die Entwicklung eines arbeitsmarktorientierten Ansatzes in der beruflichen Bildung. 

Seit 2006 führen Mexiko und Deutschland gemeinsam sogenannte Dreieckskooperationen durch. In diesen Vorhaben arbeiten Mexiko als neues Geberland, Deutschland als klassischer Geber sowie verschiedene Länder aus Zentral- und Südamerika sowie der Karibik zusammen. Einige Themen unter vielen anderen sind beispielsweise städtisch-industrieller Umweltschutz, nachhaltige Energie, und Schutz der Biodiversität. Die Ansätze bilden eine Brücke zwischen Nord-Süd- und Süd-Süd-Kooperation. Sie sind ein Instrument für strategische Partnerschaften, um globale Herausforderungen gemeinsam zu lösen. Seit 2011 werden die deutsch-mexikanischen Dreieckskooperationen über den „Regionalen Fonds zur Förderung der Dreieckskooperation in Lateinamerika und der Karibik“ unterstützt. Er trägt wesentlich dazu bei, das Potenzial dieses wirkungsvollen Instruments noch stärker auszuschöpfen.

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Weitere Informationen

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Die GIZ ist in Mexiko an der Umsetzung zahlreicher Globalvorhaben beteiligt. Auf folgenden Seiten finden Sie weitere Informationen zu einzelnen Globalprojekten.

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