Kontext:
Der Rakhine-Staat ist durch anhaltende Konflikte geprägt. Diese fordern zivile Opfer und haben die Vertreibung von mehr als einer Million Rohingyas in die Nachbarländer zur Folge. Im Rakhine-Staat selbst leben mehr als 200.000 Vertriebene.
Der Rakhine-Staat gehört zu den am wenigsten entwickelten Regionen Myanmars und verfügt nur über eine begrenzte Infrastruktur. Seine soziale und wirtschaftliche Entwicklung wird durch die anhaltenden Sicherheitsprobleme behindert. Daher sind die Armuts- und Arbeitslosenquoten hier erheblich höher als in anderen Regionen. Die lokale Wirtschaft ist traditionell von Landwirtschaft, Fischerei und kleinen Handelsbetrieben geprägt. Sie wird jedoch gegenwärtig durch Konflikte und Vertreibung stark beeinträchtigt.
Ziel:
Die soziale und wirtschaftliche Teilhabe vulnerabler Bevölkerungsgruppen im Norden und im Zentrum des Rakhine-Staates ist verbessert.
Vorgehensweise:
Das Projekt arbeitet mit mehr als 20 nationalen und internationalen Durchführungspartnern zusammen. Es organisiert gemeinsame Aktivitäten für ethnische Minderheiten wie die Rohingyas, mit besonderem Schwerpunkt auf Frauen. Dabei zielt das Projekt darauf ab, die soziale und wirtschaftliche Situation dieser Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Zu den Maßnahmen gehören:
- Non-formale Qualifizierungsmaßnahmen in marktrelevanten Berufen bereitstellen und Unterstützung bei der Geschäftsentwicklung leisten;
- auf Naturgefahren reagieren, indem Notfallmaßnahmen eingeführt und die Menschen nach Katastrophen bei der Wiedererlangung ihrer Lebensgrundlagen unterstützt werden;
- ein Inkubationsprogramm für lokale Nichtregierungsorganisationen (NRO) unterstützen, die Zugang zu den vulnerabelsten Gemeinschaften haben.