Beschäftigung in den ländlichen Regionen Tunesiens fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung der Beschäftigung in den ländlichen Regionen Tunesiens (PERR)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Tunesien
Politischer Träger: Ministère de la Jeunesse, du Sport et de l’Insertion Professionnelle
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2022

Ausgangssituation

Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit im ländlichen Raum bleibt das Thema Beschäftigung eine große Herausforderung für Tunesien. Vor allem Jugendliche und Frauen sind davon betroffen. Die regionalen Unterschiede bei den Arbeitslosenzahlen sind trotz des wirtschaftlichen Potenzials der ländlichen Gebiete in den Bereichen Landwirtschaft, Handwerk, Tourismus und Textil beträchtlich.

Vor diesem Hintergrund zielt das Vorhaben darauf ab, jungen Menschen im ländlichen Raum Lösungen und gezielte Maßnahmen anzubieten, um stabile und nachhaltige Arbeitsplätze zu finden. Das Vorhaben setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit regionalen öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Akteuren.

Ziel

Die Beschäftigungssituation von Jugendlichen im ländlichen Raum ist durch gezielte Fachschulungen, Kompetenzentwicklungsmaßnahmen und Arbeitsvermittlung verbessert.

Vorgehensweise

Das Projekt zur Beschäftigungsförderung im ländlichen Raum in Tunesien (PERR) wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Zusammenarbeit mit dem tunesischen Ministerium für Berufsbildung und Beschäftigung (Ministère de la Formation Professionnelle et de l’Emploi, MFPE) seit 2016 durchgeführt. Das Vorhaben arbeitet dabei mit öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammen, um mit den unterschiedlichen Zielgruppen in den Regionen einen Dialog zum Thema Beschäftigung aufzubauen. Dabei sollen marktorientierte Trainingsangebote durchgeführt und nationale Strategien für Berufsbildung, Unternehmertum und Beschäftigungsförderung unterstützt werden. Das Vorhaben soll außerdem verhindern, dass junge Menschen aus Tunesien wegziehen. Jugendliche, die bereits ausgewandert sind, sollen zur Rückkehr ermutigt werden, indem ihnen berufliche Perspektiven in Tunesien angeboten werden.

Wirkung

Das Vorhaben hat folgende Ergebnisse erreicht:

  • 100 Jugendliche haben durch gezielte Schulungen im Textilbereich Beschäftigung in den jeweiligen Partnerunternehmen in Monastir gefunden.
  • 40 Unternehmer*innen (aus Tozeur und Kébili) haben eigene Unternehmen gegründet, um Schutznetze für Dattelpalmen herzustellen, durch die der Befall der Datteln durch Schädlinge deutlich reduziert und damit die Ernteerträge deutlich gesteigert werden konnte. Dadurch konnten 120 Arbeitsplätze geschaffen werden.
  • Ein regionales Informationssystem zum Thema Beschäftigung ist erstellt worden. Mitarbeiter*innen des Ministeriums für Beschäftigung und Berufsbildung und der dazugehörigen regionalen Büros haben Fortbildungen erhalten, um diese Daten aufzubereiten, zu pflegen und zeitnah zu veröffentlichen.

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