Globale Energiewende umsetzen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Programm Globale Energiewende (GET.pro) 
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Global
Politischer Träger: Department of Infrastructure and Energy of the African Union Commission (AUC)
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2021

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Ausgangssituation

Die internationale Gemeinschaft hat mit der Agenda 2030 und dem Pariser Klimaabkommen Leitziele für eine nachhaltige Entwicklung verabschiedet, die auch den Energiesektor betreffen. Bislang haben weltweit zwei Milliarden Menschen keinen oder nur ungenügenden Zugang zu nachhaltiger, klimafreundlicher Energie. 

Um diesen Zugang zu ermöglichen, wurde eine Vielzahl von neuen Energie- und Klimainitiativen gestartet. Bisher sind aber nur verhaltene Erfolge beim Einsatz von erneuerbaren Energien in Entwicklungsländern zu verzeichnen. Es fehlen eine umfassende Koordinierung zwischen den Initiativen sowie wirksame Instrumente zu deren Umsetzung. Bestehende Finanzierungsquellen werden nicht ausreichend genutzt, weil es an tragfähigen Geschäftsmodellen und ausgereiften Projektvorschlägen fehlt. Zudem fehlen geeignete Rahmenbedingungen, um eine Energiewende in den jeweiligen Ländern zu fördern.

Ziel

Die Voraussetzungen für Investitionen in eine globale Energiewende sind verbessert.

Vorgehensweise

Als europäische Multigeber-Plattform fördert „GET.pro“ die Umsetzung internationaler Energie- und Klimaziele mittels folgender Instrumente: 

  • Das Instrument „GET.invest“ mobilisiert private Investitionen in dezentrale erneuerbare Energien: Es berät Projektentwickler in der Formulierung finanzierungsfähiger Projekte im Bereich erneuerbarer Energien (Pipeline-Entwicklung) und vernetzt nationale und internationale Marktakteure. Zudem arbeitet das Vorhaben eng mit Wirtschaftsverbänden, Investoren und Regulierungsbehörden zusammen.
  • Das Instrument „GET.transform“ unterstützt die beteiligten Länder und -regionen bei der Gestaltung ihre Energiewende und berät zu den notwendigen politischen und regulativen Rahmenbedingungen in den Bereichen der integrierten Energie-und Klimaplanung, der Netz-Integration und der dezentralen erneuerbaren Energien.   
  • Zudem unterhält das Programm das Sekretariat der europäisch-afrikanischen Energiepartnerschaft (AEEP). Diese Initiative unterstützt den strategisch-politischen Dialog beider Kontinente, um die afrikanische Energiewende zu fördern.

Das Vorhaben ist weltweit tätig und hat einen Schwerpunkt auf den afrikanischen Ländern. Es arbeitet eng mit regionalen Institutionen wie der Abteilung für Infrastruktur und Energie der Kommission der Afrikanischen Union (AUC) und regionalen Energiezentren zusammen. Diese werden in ihrer Rolle als Wissensmultiplikator und Koordinator für eine regional nachhaltige Entwicklung im Energiesektor gestärkt. Weitere Umsetzungspartner sind europäische und afrikanische Unternehmen. 

Im Bereich der Pipeline-Entwicklung kooperiert GET.invest mit lokalen und internationalen Wirtschaftsverbänden und Finanzierungsinstitutionen, etwa mit der Finanzierungsinitiative für Elektrifizierung der Europäischen Union (ElectriFI).

„GET.pro“ wird von fünf europäischen Gebern unterstützt: dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Europäischen Union, der Schwedischen Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit (Sida), der Generaldirektion für internationale Zusammenarbeit des niederländischen Außenministeriums (DGIS) und der Österreichischen Entwicklungsagentur (ADA). 

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