Die Flusslandschaft des Orinoco in Kolumbien schützen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Schutz von Ökosystemleistungen durch ihre Integration in Regionalentwicklungsstrategien in der Orinoquia
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
Land: Kolumbien
Politischer Träger: Ministerio de Ambiente y Desarrollo Sostenible
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2022

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Ausgangssituation

Die Ökosysteme der Orinoco-Flusslandschaft in Kolumbien sind aufgrund ihrer biologischen Vielfalt und Wasserfülle für den Wohlstand und die wirtschaftliche Entwicklung der Region lebenswichtig. Die Flusslandschaft bietet sauberes Wasser, fruchtbaren Boden, es bindet Kohlenstoff und dämmt so den Klimawandel ein. Darüber hinaus schützt es die Region vor Überschwemmungen und Dürren. Die Entwicklungspläne für die Region sehen vor, die Landwirtschaft auszuweiten und zu intensivieren. Dabei ist es wichtig, dass die Ökosysteme erhalten und geschützt werden – andernfalls könnte die ökologische Stabilität der Region gefährdet werden, was auch die angestrebte wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen würde.

Ziel

Der ökonomische Wert der Natur für die Menschen und Beispiele für eine nachhaltige Landnutzung der Orinoco-Flusslandschaft sind in regionale und landwirtschaftliche Entwicklungsplanungen integriert.

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Vorgehensweise

Das Vorhaben verbreitet Wissen und stärkt das Bewusstsein der Menschen vor Ort über den ökonomischen Wert der Natur, insbesondere bei Entscheidungsträger*innen aus dem öffentlichen und privaten Sektor, Kommunalbeamt*innen und Landwirt*innen. Gleichzeitig entwickelt es Kriterien für Methoden und Werkzeuge, um die Biodiversität und damit Lebensraum der Menschen zu schützen. Außerdem unterstützt es Vertreter*innen des öffentlichen und privaten Sektors dabei, gemeinsam eine nachhaltige Landnutzung zu planen und diese umzusetzen. Das Vorhaben erstellt ein Monitoringsystem, um die Entwicklung der Biodiversität und den wirtschaftlichen Beitrag der Natur zu erfassen. Fortschritte, Lernerfahrungen und erfolgreiche Projektmodelle werden national und international verbreitet. Darüber hinaus entwickelt das Projekt Anreize dafür, das Land nachhaltig zu nutzen. Außerdem erarbeitet es eine Strategie, sodass zusätzliche Mitteln für den Schutz der Biodiversität aus dem öffentlichen und privaten Sektor gewonnen werden können.

Das kolumbianische Biodiversitätsforschungsinstitut Alexander von Humboldt und das deutsche Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) unterstützen die Umsetzung des Vorhabens.

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