Río Rocha: Bessere Wasserqualität durch integriertes Abwassermanagement

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Cortimex III: Integriertes Wassermanagement für die Abwasserentsorgung des Rocha-Flusses
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Bolivien
Partner: Bolivien: Ministerio de Medio Ambiente y Agua (MMAyA) / Ministerium für Umwelt und Wasser (MMAyA), Autonome Departementsregierung Cochabamba, Autonome Gemeindeverwaltung Sacaba, Mexiko: Comisión Nacional del Agua (CONAGUA) / Nationale Wasserkommission (CONAGUA), Instituto Mexicano de Tecnología del Agua (IMTA) / Mexikanisches Institut für Wassertechnologie (IMTA)
Politische Träger: Bolivien: Viceministerio de Inversión Pública y Financiamiento Externo (VIPFE) / Vizeministerium für öffentliche Investitionen und externe Finanzierung (VIPFE)/ Vice Ministry of Public Investment and External Financing (VIPFE), Mexiko: Agencia Mexicana de Cooperación Internacional para el Desarrollo (AMEXCID) / Mexikanische Agentur für Internationale Entwicklungszusammenarbeit (AMEXCID) / Mexican Agency for International Development Cooperation (AMEXCID)
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2019

Ausgangssituation

Der Río Rocha ist der wichtigste Flusslauf im bolivianischen Departement Cochabamba. In seinem Einzugsgebiet leben mit mehr als 1,3 Millionen Menschen etwa 76 Prozent der Bevölkerung des Departements. Das rasche Bevölkerungswachstum vor allem in den Städten hat die Industrietätigkeit in der Region und damit die Nachfrage nach Wasser gesteigert. Verstärkt werden Abwässer in den Río Rocha geleitet, was die Wasserqualität senkt und die Umwelt zerstört. Außerdem mangelt es an Kläranlagen. Durch die Verschmutzung der Oberflächen und des Grundwassers ist die Gesundheit der Menschen gefährdet. So ist Cochabamba derzeit die Stadt mit der höchsten Anzahl von akuten Durchfallerkrankungen in Bolivien.

Ziel

Ein Modell für die sichere Entsorgung von Abwasser stellt die Wasserqualität langfristig wieder her, revitalisiert der Flusslauf und seine Umgebung und trägt zur Verbesserung der Gesundheit der Menschen bei.

Vorgehensweise

In einer Dreieckskooperation unterstützen Mexiko und Deutschland Bolivien dabei, einen Plan zur ökologischen Rettung der wichtigsten Gewässer im Flussgebiet des Río Rocha zu erarbeiten. Hierzu sollen die verschiedenen Wirtschaftsaktivitäten der Region berücksichtigt und die größten Verschmutzungsquellen ermittelt werden. Ziel ist es, die Wasserqualität wiederherzustellen, den Fluss und seine Umgebung zu revitalisieren und so die Gesundheit der Menschen zu gewährleisten. Außerdem geht es etwa in der Gemeinde Sacaba darum, Abwasseraufbereitungs-Technologien einzuführen und die Wiederverwendung geklärter Abwässer, etwa in der Landwirtschaft, voranzutreiben.

Über ein soziales Konzept fördert und unterstützt das Vorhaben die Sensibilisierung der Bevölkerung für ökologische Nachhaltigkeit. So wird etwa eine Gruppe weiblicher Fachkräfte im Austausch über umweltrelevante Themen und eine neue „Kultur des Wassers“ gefördert. Das Konzept beinhaltet speziell auf Frauen und Kinder zugeschnittene Verbreitungs- und Bildungsmaßnahmen und stützt sich auf die Annahme, dass beide Gruppen durch die Folgen der Verschmutzung und des Klimawandels als stark gefährdet gelten.

Eine Beobachtungsstelle soll die Wasserqualität des Río Rocha überwachen. Dafür stellt die Stelle relevante Daten zusammen und sichert durch die Verbreitung von Indikatoren zur Wasserqualität und zum Wassermanagement, dass die Bevölkerung am Schutz der Wasserressourcen teilhat. Um die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit dieser Maßnahmen zu gewährleisten, wird das Vorhaben von der mexikanischen Seite Beratungsleistungen in Anspruch nehmen, die sich auf die Erfahrungen und die Expertise im Bereich der Wiederherstellung und Sanierung von Gewässern stützen.

Andere Sprachen