APRODE II: Dezentralisierung in der Bildung und Qualität im Schulsystem

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung der Dezentralisierungsprozesse im honduranischen Bildungssektor
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Politischer Träger: Generaldirektion für Außenpolitik im honduranischen Außenministerium
Land: Honduras
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2021

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Ausgangssituation

Das Bildungssystem in Honduras steht vor großen Herausforderungen. Trotz einiger Fortschritte werden die gesteckten Ziele bezüglich Einschulungsquoten, Qualität des Unterrichts und Lernleistungen bisher nicht erreicht.   

Den Schulen im ländlichen Raum fehlt es häufig an aktuellen Lehrmaterialien und partizipativen Lernmethoden. Die Bildungsreform und Dezentralisierung des Bildungssystems sind zwar gesetzlich verankert, werden jedoch bisher nur lückenhaft umgesetzt. Zentrale und dezentrale Bildungsverwaltungen erfüllen ihre Aufgaben für Vorschulerziehung und Grund- und Sekundarschulbildung nicht zufriedenstellend. Den verschiedenen Ebenen fehlen Kompetenzen und Ressourcen, um ihren Aufgaben nachzukommen. Korruption und mangelnde Transparenz verringern zudem die Qualität und Effizienz der Bildungsangebote. Die Zusammenarbeit muss auf allen institutionellen Ebenen verbessert werden, um die Bildungsreform umzusetzen.

Ziel

Die Bildungsqualität hat sich durch individuelle und institutionelle Maßnahmen verbessert. 

Kinder und Jugendliche in den schwach entwickelten Regionen im Westen des Landes haben Zugang zu einem qualitativ hochwertigen und diskriminierungsfreien Schulangebot, das qualifizierte Abschlüsse ermöglicht.

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Vorgehensweise

Das Vorhaben berät das honduranische Bildungsministerium auf zentraler Ebene und in sechs Bezirksschulverwaltungen im strukturschwachen Westen des Landes. Ziel ist es, das Bildungsmanagement zu dezentralisieren und Bildungsprozesse transparenter und pädagogisch hochwertiger zu gestalten. Die Ebene der Schulverwaltungen in den Kommunen sowie der Schulnetzwerke sind für die Umsetzung in der zweiten Phase von besonderer Bedeutung.

Auf der Grundlage von Leitfäden der vorangegangenen Projektphase werden Prozesse in der Bildungsverwaltung umgesetzt. Gemeinsam mit der Zivilgesellschaft soll die Transparenz im System gestärkt werden. Das Vorhaben fördert die Digitalisierung von Prozessen, insbesondere in den Bereichen der Informationsvermittlung und der Transparenz gegenüber der Gesellschaft.

Das Vorhaben entwickelt in Zusammenarbeit  mit einem universitären Zentrumund regionalen Fortbildungszentren ein Blended-Learning-Angebot zu administrativen Prozessen des Bildungssystems für Führungskräfte sowie Verwaltungs- und Lehrpersonal. 

Darüber hinaus stärkt das Vorhaben Dialogräume, Gremien und Schulnetzwerke und verbessert damit die Beteiligungschancen von Schüler*innen, Elternverbänden sowie der Zivilgesellschaft. Besondere Schwerpunkte liegen in der Förderung von Mädchen und indigenen Kindern sowie der Inklusion von Kindern mit Behinderungen. 

Außerdem ist die Aktualisierung der digitalen Plattform SIARED (Sistema Integrado de Administración de las Redes Educativas) geplant. Auf ihr werden die Fortschritte in den Schulnetzwerken dokumentiert.  

Die Allianzen zwischen Akteuren im Bereich Bildung  (unter anderem dem Bildungsministerium),der Privatwirtschaft, den Kommunalverwaltungen sowie dem honduranischen Städte- und Gemeinde und (Asociación de Municipios de Honduras,AMHON) werden ausgebaut. So können Investitionen im Bildungssystem wirkungsorientierter eingesetzt werden.

 

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Synergieeffekte lassen sich mit dem Berufsbildungsvorhaben FOPRONH (GIZ) und dem Vorhaben zur Verbesserung der schulischen Infrastruktur, PROMINE (KfW), erzeugen. Dadurch werden der Übergang vom 9. ins 10. Schuljahr und der Aufbau von zwei Modell-Berufsschulzentren in Schulnetzwerken unterstützt. 

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