Chile macht mobil: Ausweitung der Elektromobilität in Chile und weltweit

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Chile macht mobil
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
Land: Chile
Politischer Träger: Chilenisches Ministerium für Verkehr und Telekommunikation, chilenisches Umweltministerium
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2021

Ausgangssituation

Zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens bedarf es einer weltweiten Dekarbonisierung des Verkehrssektors bis zur Mitte des Jahrhunderts. Chile hat sich im Rahmen seiner nationalen Klimaschutzziele (Nationally Determined Contributions, NDCs) dazu verpflichtet, seine CO2-Emissionen pro BIP-Einheit bis 2030 um 30 bis 45 Prozent unter das Niveau des Jahres 2007 zu senken. Die NDCs werden derzeit überarbeitet.

Der Verkehrssektor spielt für die Erreichung dieser Ziele eine entscheidende Rolle. In den vergangenen zehn Jahren sind die Verkehrsemissionen in Chile um ca. 20 Prozent gestiegen. 2013 betrugen sie 24,5 Megatonnen CO2, was 29 Prozent der Gesamtemissionen des Landes entsprach. 89 Prozent davon entfallen auf den Straßenverkehr, der für die meisten Emissionen verantwortlich ist (vor allem LKWs und Busse). Ohne Gegenmaßnahmen ist ein weiterer Anstieg des CO2-Ausstoßes zu erwarten.

Seit 2017 verfolgt die chilenische Regierung eine Strategie für Elektromobilität, die das ambitionierte Ziel hat, bis 2050 40 Prozent der PKW und 100 Prozent der Busse durch Elektrofahrzeuge zu ersetzen. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn die Privatwirtschaft stärker einbezogen wird, da in Chile fast alle Busunternehmen in privater Hand sind.

Ziel

Die Rahmenbedingungen für die Ausweitung der Elektromobilität als Mittel zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors werden in Chile und international verbessert.

Vorgehensweise

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem chilenischen Ministerium für Verkehr und Telekommunikation und dem chilenischen Umweltministerium zur Durchführung der Elektromobilitätsstrategie der beiden Ministerien durchgeführt.

Durch das Projekt werden die Entwicklung eines Finanzierungsmechanismus für Elektromobilität und die pilothafte Umsetzung des Mechanismus unterstützt. Mithilfe des Finanzierungsmechanismus sollen privatwirtschaftliche Investitionen in die Elektromobilität gestärkt und die Bereitstellung einer Ladeinfrastruktur und/oder der Beschaffungsvorgang von Elektrofahrzeugen beschleunigt werden.

Auf internationaler Ebene wird das Verkehrsministerium dabei unterstützt, eine Zusammenkunft der Verkehrsminister*innen auf der UN-Klimakonferenz 2019 (COP25) zu veranstalten, bei der unter anderem eine Erklärung zum Thema Verkehr und Klimawandel auf der Agenda stehen wird. Der Vorsitz Chiles bei der UN-Klimakonferenz wird dazu genutzt, die Notwendigkeit der Dekarbonisierung des Verkehrssektors in den internationalen Fokus zu rücken und damit ambitioniertere Zielsetzungen in anderen Ländern zu fördern.

Um eine noch größere Reichweite zu gewährleisten, wird auf eine umfassende Kommunikationsstrategie gesetzt sowie auf die weitere Umsetzung der Erklärung durch die Verkehrsminister*innen.

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