Fachkräftefonds Migration & Diaspora

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Fachkräftefonds Migration & Diaspora
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Globalvorhaben, aktuell in 22 Partnerländern aktiv: Albanien, Äthiopien, Ecuador, Georgien, Ghana, Indien, Indonesien, Jordanien, Kamerun, Kenia, Kolumbien, Kosovo, Marokko, Nepal, Nigeria, Palästinensische Gebiete, Peru, Senegal, Serbien, Tunesien, Ukraine, Vietnam.
Partner: Umsetzungspartner ist die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit (BA), die unter dem Dach des Centrums für internationale Migration und Entwicklung (CIM) in einer Arbeitsgemeinschaft mit der GIZ zusammenarbeitet.
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2024

Ausgangssituation

Das Vorhaben orientiert sich an den internationalen, europäischen und nationalen Rahmenwerken zur Gestaltung von Migration und zielt darauf ab, entwicklungsfördernde Wirkungen von Migration in den Herkunftsländern zu stärken. An erster Stelle steht hier der Globale Pakt für sichere, geordnete und reguläre Migration (Global Compact for Safe, Orderly and Regular Migration, GCM). 164 Staaten, darunter Deutschland, nahmen den GCM am 10. Dezember 2018 in Marrakesch an. Das Regelwerk greift das migrationspolitische Ziel 10.7 der Agenda 2030 auf und differenziert es in 23 (Unter-)Ziele für nationale Migrationspolitik aus.

Ziel

Administrative und finanzielle Voraussetzungen für entwicklungsorientierten Wissenstransfer und -austausch im Rahmen des Programms Migration & Diaspora (PMD) sind zunehmend geschaffen.

Vorgehensweise

Das Programm arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und wird vom Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) umgesetzt. Das CIM ist eine Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV/BA).
Den Rahmen für die Aktivitäten bilden der Globale Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration und die Agenda 2030 sowie das geplante Fachkräfteeinwanderungsgesetz und der Nationale Aktionsplan Integration.
Aus diesen entwicklungspolitischen Vorgaben leitet sich das Engagement des BMZ im Rahmen des Globalvorhabens „Programm Migration und Diaspora“ (PMD) ab. Das PMD fördert die strategische Entwicklung auf der Ebene von Individuen und Organisationen und stärkt Netzwerke und Kooperationen im Bereich entwicklungsorientierte Migration.
Im Handlungsfeld „Entwicklungsorientierte Rückkehr“ (Rückkehrende Fachkräfte, RF) berät das PMD qualifizierte Rückkehrwilliger in Deutschland, identifiziert interessierte Arbeitgeber*innen im Herkunftsland und vermittelt zwischen beiden. Darüber hinaus entwickelt das Programm Qualifizierungsmaßnahmen für (potenzielle) Rückkehrer*innen und Arbeitgeber*innen im Herkunftsland und führt diese durch. Zudem führt das PMD Veranstaltungen durch und baut webbasierte Plattformen für Austausch und Vernetzung auf.
In den Handlungsfeldern „Reguläre Migration“ und „Migrationspolitikberatung“ fördert das PMD das Leistungspotenzial wichtiger Partnerinstitutionen in Herkunftsländern. Arbeitsagenturen und Ausbildungseinrichtungen werden beim Aus- und Aufbau von regulären Migrationsmanagementsystemen und Ausbildungspartnerschaften beraten. Unter anderem unterstützen Integrierte Fachkräfte (IF) die Partnerinstitutionen.
Der Fachkräftefonds Migration & Diaspora (FMD) ist hierbei für die Umsetzung verantwortlich und setzt in den aktuell 22 Partnerländern des PMD 500 Rückkehrende Fachkräfte und sieben Integrierte Fachkräfte ein.
Die RF und IF sind bei entwicklungspolitisch relevanten lokalen Arbeitgebern tätig. Es besteht ein Arbeitsverhältnis ausschließlich zwischen der Fachkraft und dem ausländischen Arbeitgeber. Die GIZ unterstützt die RF und IF dabei mit Zuschüssen zu den Arbeitgeberleistungen.

Wirkungen

Seit dem Start des Programms „Rückkehrende Fachkräfte“ in den 1980ern haben zahlreiche Arbeitgeber*innen vom Fachwissen von über 15.000 Rückkehrenden Fachkräften profitiert.