Länderflagge Albanien

Albanien

  • Demokratie und Rechtsstaatlichkeit
  • Landwirtschaft und Ernährung
  • Nachhaltige Infrastruktur

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH arbeitet seit 1988 in Albanien. Seit 2008 gibt es ein Büro in Tirana.

Bis vor wenigen Jahren war Albanien das ärmste Land Europas. Seither hat das Land große Fortschritte erzielt und ist ein Beitrittskandidat der Europäischen Union (EU). Von der wirtschaftlichen Entwicklung profitieren jedoch nicht alle: Die Jugendarbeitslosigkeit ist mit einer Quote von derzeit 26 Prozent hoch. Außerdem sind 40 Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig und haben oft geringere Einkommen als Menschen in der Stadt.

Albanien ist vom Klimawandel betroffen. Szenarien prognostizieren steigende Temperaturen, abnehmende Niederschläge und sinkende Wasserspiegel. Da das Land auf Wasserkraft angewiesen ist, wirkt sich der Klimawandel auch auf die Energieversorgung aus. Im Bereich Abfall und Abwasser hält Albanien formell bereits die EU-Richtlinien ein, in der Praxis bleibt der Umgang damit jedoch eine Herausforderung.

Die Regierung hat Reformen durchgeführt, um Wirtschaft und Verwaltung zu modernisieren und die Prinzipien guter Regierungsführung zu etablieren. Prioritäten wie ein starkes Justizsystem, die Beteiligung von Bürger*innen, eine effiziente Kommunalverwaltung und die Eindämmung der Korruption bleiben wichtig.

Unsere Arbeit vor Ort: Für Wirtschaft und Klimaschutz

In Albanien arbeitet die GIZ hauptsächlich im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der EU. Schwerpunkte der Arbeit sind:

  • Wirtschaftsentwicklung, Ausbildung und Beschäftigung
  • Klima und Energie
  • Gute Regierungsführung

Für eine wirtschaftliche Entwicklung, Ausbildung und Beschäftigung arbeitet die GIZ mit der Privatwirtschaft, Mittlerorganisationen und der Regierung zusammen. Sie unterstützt Unternehmen dabei, ihre Kompetenzen zu erweitern und innovative Modelle zu entwickeln. In der Landwirtschaft und im ländlichen Tourismus trägt das dazu bei, Einkommen zu steigern und den ländlichen Raum attraktiver zu machen. Grüne und digitale Kompetenzen werden zunehmend in die allgemeine und berufliche Bildung aufgenommen. So lernen junge Menschen gezielt Fähigkeiten, die auf dem Arbeitsmarkt gesucht sind.

Im Bereich Klima und Energie fördert die GIZ das Land, sich an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen. Sie fördert klimafreundlichen städtischen Verkehr mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs und schafft Anreize für Fußwege und Radfahren. Außerdem berät die GIZ Albanien dabei, die Energieerzeugung zu diversifizieren und die kommunale Abfall- und Abwasserwirtschaft auf eine Kreislaufwirtschaft auszurichten.

Im Bereich Gute Regierungsführung unterstützt die GIZ dabei, Beitrittsverhandlungen für den EU-Binnenmarkt partizipativ zu gestalten. In den Regionen setzt sie sich für mehr Außenwirtschaft sowie für die Eindämmung der organisierten Kriminalität ein. Außerdem verbessert sie kommunale Dienstleistungen und fördert den Jugendaustausch sowie die Medienfreiheit.

Länderflagge Albanien

Steckbrief Albanien

Hauptstadt
Tirane
Gesamtbevölkerung
2,38 Mio.
HDI Rang
71
BIP pro Kopf
11,38 Tsd.€

GIZ Mitarbeitende

Stand: 31.12.2024

  • 135 Nationale Mitarbeitende
  • 21 Internationale Mitarbeitende
  • 3 Integrierte Fachkräfte

Einblicke

Reportage

Peaks of the Balkans – wie eine Idee laufen lernte

Der Fernwanderweg Peaks of the Balkans verbindet Albanien, Montenegro und Kosovo. Initiiert mit Unterstützung der GIZ, gilt er heute als Vorzeigemodell für nachhaltigen Tourismus. Auch deutsche Reiseveranstalter haben die Route längst ins Programm aufgenommen.

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Ein einzelner Wanderer steht auf einem weißen Felsplateau mit Blick auf bewaldete Bergketten im Hintergrund.
Reportage

Neue Horizonte

Bei der ITB 2025 in Berlin bekommt Albanien als offizielles Gastland die große Bühne. Das Westbalkanland ist ein vielversprechendes Reiseziel. Damit ländliche Regionen am touristischen Aufschwung teilhaben, unterstützt die GIZ albanische Partner. Ein Besuch im kulturellen und architektonischen Herzen Nordalbaniens.
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Ein traditionelles Steinhaus mit kleinen Fenstern, Holzdetails und der roten Fahne Albaniens steht inmitten grüner Bäume mit Bergen im Hintergrund.
Kulturerbe

Albanische Schätze

Historische Orte retten und Handwerker qualifizieren. Wie das geht, zeigt ein Besuch auf einer Baustelle in der Weltkulturerbe-Stadt Berat
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Eine circa 30 jährige Frau mit kurzen, dunklen Haaren und einem gelben Schutzhelm verputzt eine Wand in einem Raum mit roher Bausubstanz und einer alten Tür. Sie trägt ein gepunktetes Hemd und blickt lächelnd zur Kamera, während sie auf einem Gerüst steht.

Aufträge in diesem Land

Bilaterale Projekte

Die folgenden Darstellungen und Daten beziehen sich auf bilaterale Projekte – also solche, die ausschließlich in oder mit dem hier genannten Land durchgeführt werden.

Sonja Kurz
Landesdirektorin
GIZ-Büro Albanien
Rr. Asim Zeneli, Nd. 6/10
1001 Tirana
Albanien
Postanschrift
P.O. Box 2391
Rr. Asim Zeneli, Nd. 6/10
1001 Tiranë
Albanien
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