Handel in Westafrika fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Beratung der ECOWAS-Kommission im Bereich Handel und Zölle
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 
Kofinanziert von: Europäische Union (EU)
Land: ECOWAS-Region, mit Sitz in Nigeria
Politischer Träger: ECOWAS-Kommission 
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2022

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Ausgangssituation

Die Wirtschaftsgemeinschaft der westafrikanischen Staaten (ECOWAS) hat eine junge und wachsende Bevölkerung und ist reich an natürlichen Ressourcen. Das Handelspotenzial in der Region ist groß, doch auf den intraregionalen Handel entfallen nur zehn Prozent des Handelsvolumens der Mitgliedstaaten. Hohe Transaktionskosten, Zölle, nichttarifäre Hemmnisse und mangelnde Harmonisierung prägen bislang den Handel in der Region. Regionale Ansätze könnten den Handel fördern, den Warenverkehr erleichtern und gemeinsame Normen voranbringen.

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Ziel

Die ECOWAS-Kommission trägt zunehmend zur Umsetzung regionaler Beschlüsse in der Handels-, Zoll- und Steuerpolitik bei.

Vorgehensweise

In Zusammenarbeit mit der ECOWAS-Kommission führt das Vorhaben handelsfördernde Maßnahmen in vier Bereichen durch:

Es unterstützt die Entwicklung und effektive Umsetzung regionaler Politiken und Instrumente zur Handelserleichterung, wie etwa des Gemeinsamen Außenzolls und des Handelsliberalisierungssystems der ECOWAS.

Es fördert den effizienten Warenverkehr im Handelskorridor zwischen Dakar und Bamako. Hierfür kooperiert es mit der Privatwirtschaft und dem IT-gestützten ECOWAS-Verbundsystem SIGMAT, das transitrelevante Daten automatisch übermittelt.

Es unterstützt den aktiven Dialog, den die ECOWAS-Kommission mit der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft führt, um handelsspezifische Anliegen anzugehen und deren Rolle im Prozess der Handelserleichterung zu fördern. 

Es hilft der ECOWAS-Kommission bei der Umstellung von Einnahmen aus Zöllen auf inländische Abgaben durch die Koordinierung und Umsetzung entsprechender politischer Maßnahmen, eines Ethikkodexes und fachlicher Schulungen.

Das Vorhaben wird von der Europäischen Union kofinanziert und ist Teil des Multi-Geber-Programms Trade Facilitation West Africa (TFWA), das gemeinsam mit der Weltbankgruppe durchgeführt wird.

Stand: Oktober 2021

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