NAP and NDC Support Programme

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung bei der Umsetzung der nationalen Anpassungspläne und Klimaschutzbeiträge in Bangladesch
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Bangladesch
Politischer Träger: Ministerium für Umwelt, Wälder und Klimawandel (MoEFCC)
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2021

Erhebung von Niederschlagsdaten an einer Messstation

Ausgangssituation

Immer häufiger auftretende Starkregenereignisse, längere Dürreperioden, der Anstieg des Meeresspiegels und die Versalzung von Böden gehören zu den negativen Auswirkungen des Klimawandels in Bangladesch. Die Folgen für die Menschen sind schwerwiegend: Sie müssen mit Ernteausfällen und häufigen, aber unregelmäßig auftretenden Überschwemmungen rechnen und sich darauf einstellen, dass Trinkwasser knapper wird, Land verloren geht und Schulen und Krankenhäuser zerstört werden. Somit besteht die Gefahr, dass die Klimawandelfolgen die bereits erzielten Entwicklungsfortschritte zunichtemachen. Sofern keine wirksamen Gegenmaßnahmen ergriffen werden, sind die Menschen in den Küstengebieten, Frauen und andere Personengruppen besonders gefährdet sind. Prognosen der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) zufolge könnten sich die Kosten im Zusammenhang mit klimawandelbedingten Schäden bis 2050 auf zwei und bis 2100 auf über neun Prozent Bruttoinlandsprodukts von Bangladesch belaufen, was einem Betrag von mehreren Milliarden US-Dollar entspricht.

Nachdem die Auswirkungen des Klimawandels auf das Land frühzeitig erkannt wurden, hat die Regierung im Rahmen ihrer Klima- und Entwicklungsstrategien die notwendigen Anpassungsmaßnahmen priorisiert. Zu diesen Strategien zählen beispielsweise das Nationale Anpassungsaktionsprogramm 2005 (National Adaptation Programme of Action, NAPA), die Klimastrategie und der Klimaaktionsplan 2009 (Bangladesh Climate Change Strategy and Action Plan, BCCSAP), die Nationalen Klimaschutzbeiträge 2015 (Nationally Determined Contributions, NDC) und der noch in der Entwicklung befindliche Nationale Anpassungsplan (National Adaptation Plan, NAP). Trotz all dieser Bemühungen bleibt es eine große Herausforderung, die klimapolitischen Ziele in quantifizierbare Verbesserungen für die Bevölkerung umzusetzen.

Ziel

Die ausgewählten Fachministerien in Bangladesch nutzen ihre verbesserten Kapazitäten und Prozesse, um Klimarisiken und nationale Anpassungsziele in ihren Planungs- und Entscheidungsprozessen zu verankern.

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Vorgehensweise

Das Projekt setzt sich systematisch mit den Widersprüchen zwischen den klimapolitischen Zielen des Landes und anderen sektorspezifischen Strategien auseinander. Dabei unterstützt das Projekt die Regierung von Bangladesch dabei, Klimarisiken und nationale Anpassungszielen bei der Planung von Entwicklungsmaßnahmen ausreichend zu berücksichtigen, um die Klimaresilienz des Landes zu verbessern.

Zu diesem Zweck werden die Kapazitäten ausgewählter Ministerien und ihrer lokalen Dienstsitze gestärkt. Dazu werden den Beamtinnen und Beamten Kenntnisse und Fähigkeiten im Hinblick auf eine bessere Verankerung von Klimarisiken und nationalen Anpassungszielen vermittelt.

Nutzung von Klima- und geographischen Daten für die Entwicklungsplanung

Darüber hinaus werden den Ministerialbeamtinnen und -beamten bedarfsbezogen aktuelle gendersensible Klimainformationen und -dienstleistungen zur systematischen Nutzung zur Verfügung gestellt. Der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Fachministerien und den Anbietern von Klimainformationen werden gefördert.

Ferner unterstützt das Projekt die Beamtinnen und Beamten der ausgewählten Ministerien bei der Optimierung von Prozessen zur Verankerung von Klimarisiken und nationalen Anpassungszielen in den Vorhaben und Strategien des jeweiligen Ministeriums.